
Niemand ist vor seinem Ende glücklich zu preisen.
Bedeutung
Solon richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen ende und glück. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Gerade weil der Ton schwer ist, sollte die Aussage Trost anbieten, ohne Schmerz zu ueberdecken oder Angehoerigen eine Deutung aufzudraengen.
Verwendung
Er kann in Essays, Kommentaren oder thematischen Seiten zu Zusammenleben stehen, wenn der schwere oder zugespitzte Ton bewusst gewollt ist. Fuer automatische Empfehlungen eignet er sich weniger, weil Tod, Religion oder Rausch ohne Kontext schnell schroff wirken. Wegen Tod, Trauer oder schwerem Trost sollte der Spruch behutsam und nur in einem bewusst passenden Zusammenhang verwendet werden.
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Über Solon
Über den Autor
Philosoph · 640 - 559 v. Chr.
Solon (um 640–559 v. Chr.) war athenischer Staatsmann und Lyriker, der die Schuldsklaverei abschaffte und als einer der Sieben Weisen Griechenlands gilt.
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Als Gesetzgeber Athens verankerte Solon die Herrschaft eines schriftlich fixierten Rechts und legte damit den Grundstein für die spätere attische Demokratie. Er forderte von jedem Bürger persönliche Mitverantwortung für eine gerechte Ordnung im Stadtverband. Obwohl ihm seine Mitbürger eine Alleinherrschaft zutrauten, verzichtete er bewusst darauf und verließ Athen nach seinen Reformen.

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