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Der Schmerz, der uns zugefügt wird

Spruchbild: Der Schmerz, der uns zugefügt wird,  ist nicht die schwerste Last des Lebens.  Viel schwer …

Der Schmerz, der uns zugefügt wird, ist nicht die schwerste Last des Lebens. Viel schwerer legt sich eines Tages auf unsre Schultern der Schmerz, den wir den anderen zugefügt haben.

Bedeutung

Hermann Bang kehrt die übliche, selbstbezogene Perspektive auf Schmerz wirkungsvoll um: Nicht das, was uns von anderen angetan wurde, wiegt auf Dauer am schwersten im Leben. Viel schwerer und anhaltender lastet das Bewusstsein, anderen selbst Schmerz bereitet zu haben. Schuld und Reue erweisen sich als eine tiefere, nicht ablegbare Last als die Verletzungen, die man selbst erlitten hat. Das Zitat spricht damit den moralischen Kern echter menschlicher Verantwortung an.

Verwendung

Geeignet für nachdenkliche und ehrliche Texte über Verantwortung, Schuld, Reue und die Möglichkeit der Vergebung. Passt zu persönlichen Reden, Essays über Ethik oder auch zu Trauersprüchen, wenn man über das eigene Handeln und den verantwortungsvollen Umgang mit anderen Menschen nachdenkt.

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Über Hermann Bang

Über den Autor

1857 - 1912

Hermann Bang (1857–1912) war ein Autor des Modernen Durchbruchs in Dänemark und schilderte nervöse Großstadt- und Provinzmilieus.

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Seine Romane wie „Ved Vejen" arbeiten mit Andeutung, Blicken und unterdrückten Gefühlen. Bang war zugleich Journalist, Vortragsreisender und Theatermann. Wegen seiner offenen Andersartigkeit und seines Stils blieb er im literarischen Leben eine auffällige Figur.

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