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In der Jugend meinen wir, das Geringste

Spruchbild: In der Jugend meinen wir, das Geringste, das die Menschen uns gewähren können, sei Gerecht …

In der Jugend meinen wir, das Geringste, das die Menschen uns gewähren können, sei Gerechtigkeit. Im Alter erfahren wir, dass es das Höchste ist.

Bedeutung

Ebner-Eschenbach beschreibt eine Reifung des Gerechtigkeitssinns. In der Jugend erscheint Gerechtigkeit selbstverständlich, fast als Mindestmaß, das Menschen einander schulden. Mit zunehmender Erfahrung zeigt sich, wie selten sie wirklich gewährt wird. Der Satz ist ernüchtert, aber nicht zynisch: Er macht Gerechtigkeit größer, weil sie im Alltag nicht automatisch entsteht. Alter bringt hier keinen Rückzug, sondern einen schärferen Blick für den Wert fairer Behandlung. Erfahrung verändert den Anspruch.

Verwendung

Geeignet für Reden über Recht, Ethik, Lebenserfahrung oder gesellschaftliches Zusammenleben. Der Spruch passt in Essays, Geburtstagsreden mit ernstem Ton oder Diskussionen über Fairness; für leichte Glückwünsche ist er zu nachdenklich und braucht einen passenden Rahmen mit Substanz und Reife.

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Über Marie von Ebner-Eschenbach

Über den Autor

Schriftsteller · Österreichisch · 1830 - 1916

Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916) war eine österreichische Freifrau und Schriftstellerin, deren psychologische Erzählungen zu den herausragenden deutschsprachigen Werken des 19. Jahrhunderts zählen.

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