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Sprüche über Abschied

198 Sprüche — Seite 10

  1. Schön ist's, wenn wir Freunde kommen sehn. Schön ist es ferner, wenn sie bleiben und sich mit uns die Zeit vertreiben. Doch wenn sie schließlich wieder gehn, ist's auch recht schön

    Wilhelm Busch

  2. Alles hat seine Zeit, die Zeit der Liebe, der Freude und des Glücks, die Zeit des Sorgens und des Leids. Es ist vorbei. Die Liebe bleibt.

  3. Wenn Vögel nicht mehr fliegen und Männer Kinder kriegen. Wenn keine Mücke sticht, vergess' ich dein Gesicht.

  4. Man möchte weinen, wenn man sieht, dass dies das Ende von dem Lied.

    Wilhelm Busch

  5. Der Geschmack des Todes ist auf meiner Zunge, ich fühle etwas, das nicht von dieser Welt ist.

    Wolfgang Amadeus Mozart

  6. Ein Mann muss scheiden, eh ins Aug ihm die Tränen treten.

    Christian Friedrich Hebbel

  7. Wahre Freunde verlassen dich erst, wenn es brenzlig wird.

  8. Jeder Lenz bringt neue Lieder, jeder Tag bringt neues Licht. Vieles in der Welt kehrt wieder, doch die schöne Schulzeit nicht.

  9. Wer von einer Hure scheidet, macht eine gute Tagreise.

  10. Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter. Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.

    Joseph Victor von Scheffel

  11. Ein guter Mensch ging von uns. Doch die Gedanken bleiben für immer.

  12. Leider gehen Mitmenschen von uns, doch dann muss man nicht für die Ewigkeit traurig sein, sondern wieder lachen können, weil man weiss das sie immer in unserem Herzen sein werden!

  13. Im Augenblick des Zusammenkommens beginnt die Trennung.

  14. Die Heimat ist, wo man dich gerne erscheinen, ungern wandern sieht.

    Friedrich Emil Rittershaus

  15. Gott schickt am End uns Leiden, auf dass uns diese Welt, wenn wir nun von ihr scheiden, nicht mehr so mächtig hält.

    Justinus Andreas Christian Kerner

  16. Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist?

    Paula Modersohn-Becker

  17. Tränen kann man trocknen, aber das Herz – niemals.

    Margarete von Valois

  18. Trennen ist ein Sterben, Schlägt die Welt in Scherben.

    Max Dauthendey

Abschied gehört zu den ambivalentesten Momenten des Lebens: Er beendet etwas, macht aber gleichzeitig Raum frei für das, was noch kommt. Ob es der Aufbruch eines engen Freundes ist, das Ende einer Lebensphase oder ein stiller Abschied im Alltag – stets mischt sich im Loslassen Wehmut und leises Vorwärtssehen.

Gerade darin liegt seine besondere Kraft: Abschied trägt beides in sich – den Schmerz des Verlustes und die stille Hoffnung auf Wiederbegegnung. Was sich nur schwer in Worte fassen lässt, gewinnt im Nachdenken über dieses Thema oft erst seine eigentliche Gestalt.