Sprüche über Abschied
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In jeder großen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn; man muß sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Gehe nicht ohne Gruß und Wort einfach von zu Hause fort, nicht dass es dann geschieht und du es nie wieder siehst.
Abschiedsworte müssen kurz sein wie eine Liebeserklärung.
— Theodor Fontane
Wie rasch ist Abschied genommen, wie lange dauert es bis zum Wiedersehen!
Die Vögel verlassen die Erde mit ihren Flügeln. Auch die Menschen können die Erde verlassen, zwar nicht mit Flügeln, aber mit ihrem Geist.
Wenn der Schmerz unter unserer Haut vibriert, wenn das Leben einen Teil verliert, wenn das Lachen nicht mehr möglich ist, der Grund ist, dass Du nicht mehr bei uns bist!
Du kamst, du gingst mit leiser Spur, ein flücht'ger Gast im Erdenreich; Woher? Wohin? Wir wissen nur: Aus Gottes Hand in Gottes Hand.
— Ludwig Uhland
Der Winter geht nicht, ohne einen Blick zurück zu werfen.
Durch längeres Zusammenleben können wir einen Freund verlieren, durch Trennung nie.
— Wilhelm Müller
Was wir mit Dir verloren versteht so mancher nicht, nur die, die wirklich lieben wissen, wovon man spricht.
Sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen, sondern schließe deine Augen und du wirst mich unter euch sehen, jetzt und immer.
Unter Buchen, unter Linden, wirst du einst ein Blümlein finden, welches leise zu dir spricht: "Lebe wohl! vergiss mein nicht".
Man ist unzufrieden, wenn jemand, dem man doch selber den Abschied gegeben hat, sich bald tröstet
— Otto Flake
Jede Stunde, die wir leben, ist eine Sterbestunde für irgendwen.
— Anton Wildgans
Der Tod nahm uns einen geliebten Menschen, doch leben wir in der Zuversicht, dass bei Gott diese Trennung nicht endgültig ist.
Wenn man einen Menschen verliert, den man geliebt hat, dann stirbt ein Stück seines eigenen Lebens mit ihm. Aber wenn man sich etwas von dem bewahrt, das sich einem durch ihn an innerem Reichtum e …
Anfangs wollt ich fast verzagen, und ich glaubt, ich trüg es nie, und ich hab es doch getragen - aber fragt mich nur nicht wie?
— Christian Johann Heinrich Heine
Wer das Leben geniessen will, soll sich immer vor Augen halten: Geboren werden bedeutet nur zu Sterben beginnen.
— Théophile Gautier
Stark wie der Tod ist die Liebe. Auch Wasserfluten löschen sie nicht aus.
Tod! Eine Welt voll Schmerzen liegt in diesem Worte. Es ist ein zweischneidiges Schwert, das, indem es das teuerste unseres Herzens mordet, so tief in die Brust eindringt, dass sich alles um uns h …
— Hans Christian Andersen
Abschied gehört zu den ambivalentesten Momenten des Lebens: Er beendet etwas, macht aber gleichzeitig Raum frei für das, was noch kommt. Ob es der Aufbruch eines engen Freundes ist, das Ende einer Lebensphase oder ein stiller Abschied im Alltag – stets mischt sich im Loslassen Wehmut und leises Vorwärtssehen.
Gerade darin liegt seine besondere Kraft: Abschied trägt beides in sich – den Schmerz des Verlustes und die stille Hoffnung auf Wiederbegegnung. Was sich nur schwer in Worte fassen lässt, gewinnt im Nachdenken über dieses Thema oft erst seine eigentliche Gestalt.