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Sprüche über Ehe

380 Sprüche — Seite 19

Wo zwei Menschen ihr Leben miteinander verbinden, begegnen sich Nähe, Gewohnheit, Liebe und Herausforderung auf engstem Raum. Ehe ist deshalb nie nur ein äußeres Bündnis, sondern ein täglicher Prüfstein für Geduld, Treue und gegenseitige Reifung. Gerade darin liegt ihre besondere menschliche und gesellschaftliche Bedeutung.

Ihr Gelingen hängt weniger vom idealen Anfang als von der Haltung im gemeinsamen Alltag ab. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Nähe und Reibung, Verbundenheit und Verantwortung und zeigen, wie anspruchsvoll und kostbar eine dauerhafte Partnerschaft sein kann.

  1. Mancher gesteht alles indem er leugnet, noch ehe man ihn beschuldigt.

    Otto Weiss

  2. Eines Mannes schwache Seite erkennt man unfehlbar an seiner sogenannten besseren Hälfte.

    James Joyce

  3. Mit Fünfzig haben Männer nur noch Gewohnheiten - eine davon ist ihre Frau.

    George Meredith

  4. Die Liebe wird wie eine Katze blind geboren, aber die Ehe ist eine Starnadel in der geübtesten Hand.

    Ludwig Börne

  5. Ein ruhiger Ehemann ist eine schöne Sache; nur muss man einem nicht sagen, dass er in den Hafen einlaufen soll, wenn er von seiner Fahrt die Hälfte kaum zurückgelegt hat

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  6. Wir erforschen uns drei Wochen lang, lieben uns drei Monate lang, dulden einander dreißig Jahre lang - und dann fangen die Kinder wieder von vorne an.

    Hippolyte Taine

  7. Zu jeder Zeit und in jedem Lande findet, sobald ein Mann und eine Frau zusammen sind, eines von folgenden drei Dingen statt: entweder sie kehren einander den Rücken, oder sie gähnen innerlich, oder si …

    Hippolyte Taine

  8. Die wahre Vermählung aufrichtiger Seelen besteht zwischen zwei Menschen, die einen genau gleich gestimmten Sinn für Humor oder Ironie haben, so dass ihre gemeinsamen Blicke auf irgendein beliebiges Th …

    Edith Wharton

  9. In dem festen Zusammengehören, in dem Bewusstsein der Dauer liegt die Heiligkeit, die Schönheit der Ehe, die uns das Leid gemeinsam leichter tragen, Freude doppelt geniessen lässt und die vollste, …

    Fanny Lewald

  10. Das Gefühl des Rechts macht groß, edel, frei, nachsichtig – Rechte haben macht egoistisch, misstrauisch und unduldsam. Dies zeigt sich in allen staatlichen und privaten Verhältnissen, in der Familie, …

    Fanny Lewald

  11. Eine gute Partnerschaft ist der Ort, wo wir beides finden: so viel Geborgenheit, wie wir suchen, und so viel Freiheit, wie wir brauchen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  12. Balance der Partnerschaft: vom anderen nicht mehr verlangen als von sich selbst.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  13. Es soll bloß keiner sagen, Ehen würden im Himmel geschlossen. Die Götter würden so eine große Ungerechtigkeit nicht begehen.

    Margarete von Valois

  14. Ich würde, wenn ich ganz mein eigener Herr wäre und ausserdem in einer anständigen und angenehmen Lage leben könnte, weit lieber gar nicht heiraten und auf andre Art der Welt zu nutzen suchen.

    Caroline Schlegel-Schelling, geb. Michaelis

  15. Niemand arbeitet so hart für sein Geld, wie der, der es geheiratet hat

    Kin Hubbard

  16. Wer nicht heiratet, wird nie so glücklich, als er wünscht, aber auch nie so unglücklich, als er fürchtet.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  17. Die Ehe ist so heilig, dass es kaum ein Volk gibt, bei dem sich nicht um ihretwillen die bürgerliche Gemeinde zugleich zur kirchlichen gestaltete, die den höheren Segen für sie herbeiruft.

    Friedrich Christoph Dahlmann

  18. Eine törichte Frau bricht die Kraft; aber eine verständnisvolle verdoppelt sie.

    Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

  19. Wenn sich zwischen zwei Menschen beim Zusammenleben kein gedeihliches Verhältnis entwickelt, so sind stets beide Teile und nicht bloß einer daran schuld.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  20. Keine Frau hält es mit einem Kartenspieler-Ehemann aus, es sei denn, er gewinnt immer.

    Lord Thomas R. Dewar