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Sprüche über Einigkeit

306 Sprüche — Seite 11

Wo verschiedene Menschen, Stimmen oder Kräfte in eine gemeinsame Richtung finden, entsteht Einigkeit. Sie setzt nicht völlige Gleichförmigkeit voraus, sondern den Willen, trotz Unterschiede etwas Verbindendes zu erkennen und zu bewahren. Deshalb ist dieses Thema für Gemeinschaften ebenso wichtig wie für persönliche Beziehungen.

Ihr eigentlicher Reiz liegt darin, dass Einigkeit nicht aus Zwang, sondern aus Verständnis und gemeinsamem Ziel wächst. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie wertvoll Zusammenklang ist, wenn er nicht Uniformität fordert, sondern Verbundenheit ermöglicht.

  1. Aus derselben Ackerkrume wächst das Unkraut wie die Blume.

    William Shakespeare

  2. Freunde sind doch immer zwei, Mann und Frau sind eins.

  3. Mit allen Kreaturen bin ich In schönster Seelenharmonie. Wir sind verwandt, ich fühle es innig, Und eben darum liebe ich sie

    Wilhelm Busch

  4. Glück ist ein Synonym für rücksichtslose Anpassung.

    Stanislaw Brzozowski

  5. Erst in der Hinwendung zum Du gewinnt das Ich seinen Bestand.

    Martin Buber

  6. Die Demokratie schafft kein starkes Band zwischen den Menschen. Sie erleichtert ihnen aber den Umgang miteinander.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  7. Kein festeres Band der Freundschaft als gemeinsame Pläne und gleiche Wünsche

    Marcus Tullius Cicero

  8. Die eheliche Eintracht ist eine zarte Blume. Wenn ihr der Sonnenschein der Liebe oder die Nahrung der gegenseitigen Achtung fehlt, welkt die Blume schnell dahin.

    August von Kotzebue

  9. Haben Eheleut einen Sinn, so ist das Unglück selbst Gewinn.

  10. Der Glückliche ist mit sich und seiner Umgebung einig.

    Oscar Wilde

  11. Wer der Masse nachläuft, verspürt ihren Atem bald im Nacken

    Henry de Montherlant

  12. Das hat die Freude mir dem Schmerz gemein, dass sie die Menschen der Vernunft beraubt.

    August von Platen

  13. Ein Politiker ist ein Mensch, mit dessen Politik du nicht übereinstimmst; wenn du es tust, dann ist er ein Staatsmann.

    David Lloyd George

  14. Der Sinn der Kunst ist nicht, Übereinstimmung hervorzurufen, sondern zu erschüttern.

    Wilhelm Hasenclever

  15. Die Vernunft ist die höchste Vereinigung des Bewußtseins und des Selbstbewußtseins oder des Wissens von einem Gegenstande und des Wissens von sich.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  16. Nur völlige Klarheit der gegenseitigen Beziehungen kann den Erfolg eines Abkommens zur Erreichung des nächsten gemeinsamen Zieles gewährleisten.

    Wladimir Iljitsch Lenin

  17. Wenn sich die Mehrheit zur richtigen Ansicht bekehrt, dann sicherlich aus den falschen Gründen.

    Philip Chesterfield

  18. Ein Fehler, den man mit einem anderen Menschen teilt, verbindet tiefer als ein gemeinsamer Vorzug.

    Hermann Bahr

  19. Gedanken leben ebenso von der Bestätigung wie vom Widerspruch

    Stefan Zweig

  20. Der Gerechtigkeit kommt an sich kein Sinn zu, vielmehr ist sie nur ein im gegenseitigen Verkehr in beliebigen Erdgegenden getroffenes Übereinkommen zur Verhütung gegenseitiger Schädigung.

    Epikur