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Sprüche über Einigkeit

306 Sprüche — Seite 12

Wo verschiedene Menschen, Stimmen oder Kräfte in eine gemeinsame Richtung finden, entsteht Einigkeit. Sie setzt nicht völlige Gleichförmigkeit voraus, sondern den Willen, trotz Unterschiede etwas Verbindendes zu erkennen und zu bewahren. Deshalb ist dieses Thema für Gemeinschaften ebenso wichtig wie für persönliche Beziehungen.

Ihr eigentlicher Reiz liegt darin, dass Einigkeit nicht aus Zwang, sondern aus Verständnis und gemeinsamem Ziel wächst. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie wertvoll Zusammenklang ist, wenn er nicht Uniformität fordert, sondern Verbundenheit ermöglicht.

  1. Ich gedenke oft solcher Politiker, wenn ich im Dorfe von einem Hund angebellt werde, der zweite nachbellt, und alle bellen, und keiner kann sagen warum.

    Karl Julius Weber

  2. Mit reiner Liebe lieben, heißt in den Abstand einwilligen, heißt den Abstand verehren zwischen einem selbst und dem, was man liebt

    Simone Weil

  3. Was haben wir denn Gemeinsameres als unsere Sprache und Literatur?

    H. J. Christoph von Grimmelshausen

  4. Das ist seltsam, dass Männer, die sich als Sachverständige ausgeben, einander widersprechen und von einerlei Sache nicht einerlei Begriff haben.

    Lukian

  5. Sobald die Demokratie das, was sie sucht, die Gleichheit, erreicht hat, so gibt sie wohlfreien Preises die Freiheit auf

    Francois René de Chateaubriand

  6. Unlogischerweise werden Tatsachen verdreht, damit sie zu Theorien passen, anstatt Theorien den Tatsachen anzupassen.

    Sir Arthur Conan Doyle

  7. Ein Hund spiegelt die Familie. Wer sah jemals einen munteren Hund in einer verdrießlichen Familie oder einen traurigen in einer glücklichen? Mürrische Leute haben mürrische Hunde, gefährliche Leute g …

    Sir Arthur Conan Doyle

  8. Es muss menschlichem Empfinden aufgehen, dass das, was im Menschen atmet, dasselbe ist, wie das, was im Tiere lebt.

    Richard Wagner

  9. Keine zwei Menschen gleichen einander, und beide sind froh darüber.

  10. Dauernd ist jene Liebe, die stets die Kräfte zweier menschlicher Wesen im Gleichgewicht hält.

    Honoré de Balzac

  11. Wenn Leute sich lieben, dann bleiben sie jung füreinander.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  12. Auf alle wartet ein und dieselbe Nacht.

    Horaz

  13. Fried und Einigkeit haben alle Städt erbaut

  14. Alles, was nicht der Norm entspricht, zwingt zum Nachdenken — und das stört.

    Else Pannek

  15. Man kann Kompromisse schließen, bis man zu einem Kompromiss geworden ist.

    Else Pannek

  16. Die Körper wirken so, als ob es keine Seelen gäbe, und die Seelen so, als ob es keine Körper gäbe; beide zusammen so, als ob sie sich gegenseitig beeinflussten.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  17. Nichts ist seltener als ein Mensch, den man immer um sich ertragen kann.

    Giacomo Leopardi

  18. Klar nennt man die Ideen, die dasselbe Maß an Verwirrung haben wie unser eigener Geist

    Marcel Proust

  19. Der Hierarchie der Freundschaften entspricht eine Hierarchie der Geheimnisse. Um aber das Unteilbare mitzuteilen, muss man eins werden

    Friedrich Georg Jünger

  20. Wenn ein Hund um nichts bellt, bellen zehntausend andere aus vollem Halse mit.