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Sprüche über Enttäuschung

175 Sprüche — Seite 4

Wer enttäuscht ist, hat meist mehr erhofft – nicht weniger. Darin liegt eine stille Würde: Enttäuschung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Engagement, von Vertrauen, das sich nicht erfüllt hat. Sie zeigt, dass man bereit war zu glauben, sich zu öffnen, etwas zu wagen.

Deshalb trägt dieses Thema eine ehrliche Tiefe in sich, die weit über bloße Klage hinausreicht. Im Nachdenken darüber gewinnt das Erlebte Abstand – und bisweilen auch den Mut, es trotz allem noch einmal zu wagen.

  1. Enttäuschungen sollte man verbrennen und nicht einbalsamieren

    Mark Twain

  2. Achtbare Menschen entschuldigen die Tatsache, dass sie ihr Wort gebrochen haben, nicht damit, dass sie auf ihre Nachbarn weisen, die dasselbe getan haben.

    Sir Arthur Conan Doyle

  3. Die Erinnerung ist ein Friedhof, worauf mehr Kreuze als Blumen stehen.

    Peter Sirius

  4. Denn solange du glücklich, wirst viele Freunde du zählen; wenn sich dein Himmel bewölkt, findest du dich allein.

    Ovid

  5. Schämen sollen sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit …

    Albert Einstein

  6. Würden wir auf nichts andres sehen als auf den Weg, dann wären wir bald am Ziel.

    Theresia von Avila

  7. Es ist beschämender, seinen Freunden zu misstrauen, als von ihnen getäuscht zu werden.

    François de la Rochefoucauld

  8. Ich meine, es müsste einmal ein sehr großer Schmerz über die Menschen kommen, wenn sie erkennen, dass sie sich nicht geliebt haben, wie sie sich hätten lieben können.

    Christian Morgenstern

  9. Wie viel geschieht nicht, was geschehen könnte!

    Christian Morgenstern

  10. Jedem sinnlichen Enthusiasmus folgt eine Ausnüchterung, jeder forcierten Zärtlichkeit und Freundschaft: Enttäuschung, Langeweile, Mißverständnisse und Überdruß.

    Bogumil Goltz

  11. Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch ´nen zweiten Plan, geh' n tun sie beide nicht.

    Bertolt Brecht

  12. Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.

    Mark Twain

  13. Was die Enttäuschung in der Dankbarkeit, die man für erwiesene Wohltaten erwartet, bewirkt, ist, dass der Stolz des Gebers und der Stolz des Empfängers sich über den Preis der Wohltat nicht einigen kö …

    François de la Rochefoucauld

  14. Es gibt Worte, die gehen in den Kopf wie Splitter ins Fleisch: Man merkt es nicht. Erst nach einer Weile fangen sie an zu schmerzen und zu eitern, und oft hat man seine liebe Not, ehe man sie wieder r …

    Jeremias Gotthelf

  15. Zum Reisen gehört Geduld, Mut, Humor und dass man sich durch kleine widrige Zufälle nicht niederschlagen lasse.

    Adolph Freiherr von Knigge

  16. Ein Pessimist ist ein Optimist mit Lebenserfahrung.

  17. Kann man das Werden eines schlechten Buches vergeben, dann nur den Ärmsten, welche schreiben, um zu leben.

    Jean-Baptiste Molière

  18. An der Frau erlebt man nicht nur die Enttäuschungen, die sie uns bereitet, sondern auch jene, die wir ihr bereiten.

    Peter Altenberg

  19. Das Undankbarste, weil Unklügste, was es gibt ist Dank erwarten oder verlangen!

    Theodor Fontane

  20. Bisweilen sind wir unwilliger, wenn unsere Erwartungen teilweise, als wenn sie gar nicht erfüllt werden.

    Otto Weiss

Wer enttäuscht ist, hat meist mehr erhofft – nicht weniger. Darin liegt eine stille Würde: Enttäuschung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Engagement, von Vertrauen, das sich nicht erfüllt hat. Sie zeigt, dass man bereit war zu glauben, sich zu öffnen, etwas zu wagen.

Deshalb trägt dieses Thema eine ehrliche Tiefe in sich, die weit über bloße Klage hinausreicht. Im Nachdenken darüber gewinnt das Erlebte Abstand – und bisweilen auch den Mut, es trotz allem noch einmal zu wagen.