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Sprüche über Enttäuschung

175 Sprüche — Seite 5

Wer enttäuscht ist, hat meist mehr erhofft – nicht weniger. Darin liegt eine stille Würde: Enttäuschung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Engagement, von Vertrauen, das sich nicht erfüllt hat. Sie zeigt, dass man bereit war zu glauben, sich zu öffnen, etwas zu wagen.

Deshalb trägt dieses Thema eine ehrliche Tiefe in sich, die weit über bloße Klage hinausreicht. Im Nachdenken darüber gewinnt das Erlebte Abstand – und bisweilen auch den Mut, es trotz allem noch einmal zu wagen.

  1. Muss denn nicht jeder bittere Erfahrungen in der Welt machen, um die Welt kennenzulernen?

    Jakob Michael R. Lenz

  2. Wirf jeden Tag Ballast ab, der deine Seele beschwert - eine Furcht, einen Ärger, eine Enttäuschung, eine Trägheit

  3. Wer längst Vergangenes in der Gegenwart aufsuchen möchte, setzt sich meist einer großen Enttäuschung aus.

    Wilhelm Busch

  4. Es gibt Menschen, die Fische fangen, und solche, die nur das Wasser trüben.

  5. In jedem Wunsch schlummert die Enttäuschung seiner Erfüllung

    Nikolaus von Kues

  6. Gesegnet sei der, der nichts erwartet. Er wird nie enttäuscht werden.

    Alexander Pope

  7. Von Freunden geschlagene Wunden heilen schwerer als die von Feinden.

    August Pauly

  8. Das Aufstellen eines Budgets ist die Kunst, Enttäuschungen gleichmäßig zu verteilen.

    Laurence Sterne

  9. Der höhere Mensch ist mehr verbittert, wenn ihn die Menschen nicht beachten.

  10. Über große Demütigungen trösten wir uns selten - wir vergessen sie.

    Marquis de Vauvenargues

  11. Arznei ist im Munde bitter, Wahrheit beleidigt die Ohren.

  12. Das Auge des Freundes ist so empfindlich, dass der geringste Anlass es verletzt

  13. Wer der Frau glaubt, betrügt sich, wer ihr nicht glaubt, wird betrogen

  14. Schöne Mädchen geben ihren schlecht behandelten Liebhabern oft durch hässliche oder unwürdige Ehemänner eine späte, ausreichende Genugtuung.

    Jean de la Bruyère

  15. Das Menschenherz ist ein Kirchhof begrabener Hoffnungen.

    Peter Sirius

  16. Ehrgeizigen, denen der Weg zur Ehre verschlossen ist, hat das Schicksal das Schlimmste angetan

    Marquis de Vauvenargues

  17. Man muss verstehen, die Früchte seiner Niederlagen zu ernten

    Otto Stössl

  18. Das ist bitter für einen Menschen, bei allem Wissen keine Macht zu haben.

    Herodot von Halikarnassos

  19. Das Urteil der Menge mache dich immer nachdenklich, aber niemals verzagt.

    August von Platen

  20. Kränkungen haben ihr Gutes: Sie setzen einen ins Recht.

    Henry de Montherlant

Wer enttäuscht ist, hat meist mehr erhofft – nicht weniger. Darin liegt eine stille Würde: Enttäuschung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Engagement, von Vertrauen, das sich nicht erfüllt hat. Sie zeigt, dass man bereit war zu glauben, sich zu öffnen, etwas zu wagen.

Deshalb trägt dieses Thema eine ehrliche Tiefe in sich, die weit über bloße Klage hinausreicht. Im Nachdenken darüber gewinnt das Erlebte Abstand – und bisweilen auch den Mut, es trotz allem noch einmal zu wagen.