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Sprüche über Erkenntnis

359 Sprüche — Seite 13

Manches wird erst dann wirklich verstanden, wenn sich Erfahrung, Nachdenken und inneres Sehen berühren. Erkenntnis ist deshalb mehr als das Sammeln von Fakten, denn sie verändert den Blick und oft auch die eigene Haltung zur Welt. Darum gehört dieses Thema zu den entscheidenden Bewegungen geistigen Lebens.

Ihr Wert zeigt sich darin, dass sie nicht nur informiert, sondern verwandelt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie oft Erkenntnis mit Abstand, Schmerz oder Geduld verbunden ist und warum manche Einsichten erst reifen müssen, bevor sie tragfähig werden.

  1. Klopfe im Himmel an und höre den Ton

  2. Was sich die Menschen einbilden, ist gleichgültig. Lediglich die Erkenntnis der Dinge ist von Bedeutung. Sie allein macht unsere Schlußfolgerungen wertvoll.

    John Locke

  3. Bei allen Menschen ist es zu wissen wichtig, ob sie aus Not, aus Eitelkeit, aus Langeweile oder aus Liebe schaffen.

    Walter Rathenau

  4. Die Sinne sind uns Brücke vom Unfassbaren zum Fassbaren.

    August Robert Ludwig Macke

  5. Die Mathematik ist eine wunderbare Lehrerin für die Kunst, die Gedanken zu ordnen, Unsinn zu beseitigen und Klarheit zu schaffen.

    Jean-Henri Fabre

  6. Wer mich ganz kennen lernen will, muss meinen Garten kennen. Denn mein Garten ist mein Herz.

    Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau

  7. Betrachte beizeiten den Lauf deines Lebens und werde dir bewusst, wie viele Flüsse darin münden, die dich stützen und nähren.

  8. Drei Dinge muss der Mensch wissen, um gut zu leben: Was für ihn zu viel, was für ihn zu wenig, und was genau richtig ist

  9. Tue den Menschen die Ehre an, ihnen zu vertrauen, dass sie an das Gute glauben, und du wirst sehen, welche Wunder das tut.

    Richard Rothe

  10. Die Gefühle offenbaren sich um so weniger, je tiefer sie sind.

    Honoré de Balzac

  11. Lautes Schweigen deutet nicht zwangsläufig allein auf den Kenner hin, sondern manchmal auch auf den uninformierten Tölpel.

    Christa Schyboll

  12. Dankbar sein, dass es Misserfolg und Unglück gibt; sie sind Warnsignale, uns zu verändern.

    Nikolaus B. Enkelmann

  13. Wir sind am unglücklichsten, wenn wir uns eingestehen müssen, dass wir unser Naturell nicht zu beherrschen vermögen.

    Heinrich Laube

  14. Es gehört Intelligenz dazu, um zu erkennen, dass es Dinge gibt, an die der Verstand nicht heranreicht.

    Martin Kessel

  15. Zukunft ist etwas, was die meisten erst lieben, wenn es Vergangenheit geworden ist.

    Herman Melville

  16. Das Unglück ist ebenso wie der Ruhm imstande, Energien zu wecken.

    Maurice Barrès

  17. Wenn der Geist sich einmal seiner selbst bewusst geworden, bildet er von sich aus seine Welt weiter.

    Jacob Christoph Burckhardt

  18. Mit der Einsicht steigt die Zuversicht.

    Max Dauthendey

  19. Hunderttausende unserer Rasse haben keine Ahnung, was Ruhe ist, würden zu Tode erschrecken, kämen sie zum erstenmal wirklich in diesen Zustand, der etwas von träumender Magie an sich hat. "Den Se …

    Prentice Mulford

  20. Relativ echt und unverdorben ist der Mensch, der überhaupt noch weiß, wann er lügt.

    Prentice Mulford