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Sprüche über Erkenntnis

359 Sprüche — Seite 12

Manches wird erst dann wirklich verstanden, wenn sich Erfahrung, Nachdenken und inneres Sehen berühren. Erkenntnis ist deshalb mehr als das Sammeln von Fakten, denn sie verändert den Blick und oft auch die eigene Haltung zur Welt. Darum gehört dieses Thema zu den entscheidenden Bewegungen geistigen Lebens.

Ihr Wert zeigt sich darin, dass sie nicht nur informiert, sondern verwandelt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie oft Erkenntnis mit Abstand, Schmerz oder Geduld verbunden ist und warum manche Einsichten erst reifen müssen, bevor sie tragfähig werden.

  1. Die Nacht verbirgt die Welt, enthüllt aber das Weltall.

  2. An den Zigarren, die sie rauchen, und den Komponisten, die sie lieben, werdet ihr die Beschaffenheit der Menschenseelen erkennen.

    John Galsworthy

  3. Ein schwanzloser Hund kann seine Freude nicht äußern.

  4. Wenn mein Hund aufwacht, kann ich an seinem Blick erkennen, ob er von mir geträumt hat.

    James Gardner

  5. Sage mir, wie du ißt, und ich sage dir, was du bist.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  6. Erst der Tod un die letzten Minuten, Stunden und Jahre geben dem Leben Sinn.

    Leo Tolstoi

  7. Die Leidenschaft ermöglicht die besten Beobachtungen und führt zu den elendsten Schlüssen

    Georg Christoph Lichtenberg

  8. Wer schreit, sollte erkennen, dass er für seine Argumente kein Gehör findet.

    Rainer Karius

  9. Das Beste, was wir können, haben wir nicht aus Büchern gelernt. Es fliegt uns an im Umgang mit Natur und Menschen.

    Wilhelm Riehl

  10. Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.

    Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  11. Man muss ein weiser Leser sein, um weise und gut zitieren zu können

    Amos Bronson Alcott

  12. Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten.

    Francois G. de Levis

  13. Man weiß nicht, was genug ist, bevor man weiß, was mehr als genug ist

    William Blake

  14. Narren sind alle, die es scheinen, und die Hälfte derer, die es nicht scheinen.

    Baltasar Gracián y Morales

  15. Mir kommen die Wege, auf denen die Menschen zur Erkenntnis gelangen fast ebenso bewunderungswürdig vor wie die Natur der Dinge selbst.

    Johannes Kepler

  16. Es gibt keine Menschenkenntnis, die für alle Fälle und alle gegebenen Charaktere ausreicht, am wenigsten aber eine schnelle Erkenntnis, die lehr- und lernbar ist.

    Bogumil Goltz

  17. Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht in fließendem Wasser, sondern im stillen Wasser.

    Dschuang Dsi

  18. Auf einem Berge stehend umfassen wir die Natur wie das Kind, das auf einen Stuhl gestiegen ist, um den Vater desto besser umarmen zu können.

    Karl Julius Weber

  19. Ihr werdet es nie begreifen, wie die Geschichte der Väter in unser Leben eingreift zum Heil und Unheil

    Max von Eyth

  20. Mutig ist, wer weiß, dass vor ihm eine Gefahr liegt, sich aber dennoch mit ihr auseinandersetzt.

    Xenophon