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Sprüche über Erkenntnis

359 Sprüche — Seite 3

Manches wird erst dann wirklich verstanden, wenn sich Erfahrung, Nachdenken und inneres Sehen berühren. Erkenntnis ist deshalb mehr als das Sammeln von Fakten, denn sie verändert den Blick und oft auch die eigene Haltung zur Welt. Darum gehört dieses Thema zu den entscheidenden Bewegungen geistigen Lebens.

Ihr Wert zeigt sich darin, dass sie nicht nur informiert, sondern verwandelt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie oft Erkenntnis mit Abstand, Schmerz oder Geduld verbunden ist und warum manche Einsichten erst reifen müssen, bevor sie tragfähig werden.

  1. Kinder sind Augen, die sehen, wofür wir längst schon blind sind. Kinder sind Ohren, die hören, wofür wir längst schon taub sind. Kinder sind Seelen, die spüren, wofür wir längst schon stumpf sind …

  2. Ohne Wahrheit kann es keine Erkenntnis geben.

    Mahatma Gandhi

  3. Von hundert gebildeten und feinfühlenden Menschen würden schon heute wahrscheinlich neunzig nie mehr Fleisch essen, wenn sie selber das Tier erschlagen oder erstechen müßten, das sie verzehren.

    Bertha Freifrau von Suttner

  4. Wenn du einen Drachen malst, dann malst du seine Haut, nicht aber seine Knochen. Wenn du einen Menschen kennst, dann kennst du sein Gesicht, nicht aber sein Herz!

  5. Der Schmerz macht, dass wir die Freude fühlen, so wie das Böse macht, dass wir das Gute erkennen

    Heinrich von Kleist

  6. Von daher rühren auch die meisten Streitigkeiten, indem die Menschen ihre Gedanken nicht richtig darstellen oder die Gedanken des andern falsch deuten.

    Baruch de Spinoza

  7. Ich weiss recht gut, dass man über die menschliche Natur nie alles wissen kann, was man wissen sollte. Nur auf eines kann man sich verlassen: dass sie immer wieder Überraschungen bereithält.

    William Somerset Maugham

  8. Was uns aber eigentlich zu Bewußtsein kommen sollte und schon lange vorher hätte kommen sollen, ist das, dass wir als Übermenschen Unmenschen geworden sind.

    Albert Schweitzer

  9. Die Weisen heilen, was noch nicht krank ist.

  10. Liberal ist, wer die Zeichen der Zeit erkennt und danach handelt

    Gustav Stresemann

  11. Immer, wenn ich mitten im Alltag innehalte und gewahr werde, wie viel mir geschenkt ist, werden zahllose Selbstverständlichkeiten zu einer Quelle des Glücks.

    Gustave Flaubert

  12. Was der Mensch sei, sagt ihm die Geschichte.

    Wilhelm Dilthey

  13. Je tiefer wir das Leiden durchschauen, umso näher kommen wir dem Ziel der Befreiung vom Leiden.

    Dalai Lama

  14. Lernen Sie den Augenblick begreifen! Das Bewußtsein ist die höchste Lust des Lebens.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  15. Der Glaube kann uns niemals von etwas überzeugen, was unserer Erkenntnis zuwiderläuft.

    John Locke

  16. Mit offenen Augen und wachen Sinnen lassen sich Wunder entdecken.

    Else Pannek

  17. Die Kunst des Bergsteigens ist es, die Grenzen zwischen Feigheit und Wahnsinn zu erkennen. Mit anderen Worten - den grösstmöglichen Schwierigkeiten mit grösstmöglicher Vorsicht zu begegnen.

    Reinhold Messner

  18. Man braucht Verstand, um zu erkennen, dass es Dinge gibt, an die der Verstand nicht heranreicht.

    Martin Kessel

  19. Ich war immer der Meinung, dass uneingeschränkte Redefreiheit auch die größte Sicherheit bedeutet. Narren muss man zum Reden auffordern, damit man sie erkennt.

    Woodrow Wilson

  20. Ein edles Herz verleugnet seine Gesinnung nicht; es ist ihm recht, wenn man ihm bis ins Innere sieht.

    Michel de Montaigne