161 Sprüche — Seite 10
Was mit Frauen verbunden wird, reicht weit über Rollenbilder und Klischees hinaus. In diesem Thema spiegeln sich Stärke, Erfahrung, Fürsorge, Eigenständigkeit und gesellschaftliche Erwartungen in einer oft widersprüchlichen und geschichtlich geprägten Weise. Darum verlangt es einen Blick, der über Schablonen hinausgeht.
Seine Tiefe zeigt sich dort, wo Frauen nicht als Bild, sondern als handelnde Personen mit eigener Stimme und Würde wahrgenommen werden. Zwischen Zuschreibung und Wirklichkeit, Nähe und Selbstbehauptung eröffnet sich ein weiter Raum menschlicher Erfahrung.
Frauen und Wassermelonen sind Glückssache
Frauen: glückliche Wesen: Weil sie keine Männer sind, brauchen sie keine Frauen zu heiraten.
— Germaine Madame de Stael
Männer, die sich vom Umgang mit Frauen fernhalten, hören auf, liebenswürdig zu sein.
— Charles Joseph Fürst von Ligne
Das Köstlichste nach den Frauen sind die Melonen.
— Chrétien-Guillaume de Lamoignon de Malesherbes
Die Tränen der Frauen sind nichts anderes als der Schweiß ihrer Augen.
— Juvenal
Frauen sind eine Art von Planeten. Sie empfangen ihr Licht von den Männern, haben aber dazu noch ihre eigene Wärme.
— August Pauly
Die Eitelkeit stürzt mehr Frauen in den Abgrund als die Liebe.
— Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)
Frauen sind niemals stärker, als wenn sie sich mit ihrer Schwachheit bewaffnen.
— Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)
Wo Gänse sind, da ist Geschnatter, und wo Frauen, da sind viel Mären.
Eine häßliche Frau ist der beste Zaun um den Garten.
— Denis Diderot
Eine Frau ist nur eine Frau, aber eine gute Zigarre kann man rauchen.
— Rudyard Kipling
Eine Ungerechtigkeit Allahs ist sein Gesetz, wonach eine Frau immer das letzte Wort haben muss.
— George Bernard Shaw
Keine Frau läßt sich gern vom Mittelpunkt der Bühne verdrängen.
— John Steinbeck
Man hat unser Geschlecht mit allen Leichtfertigen bedacht und die Männer haben sich das Recht auf die wirklich wichtigen Eigenschaften vorbehalten.
— Ninon de Lenclos
Was mich darüber tröstet, eine Frau zu sein, ist, dass ich wenigsten niemals nötig habe, eine solche zu heiraten.
— Mary Wortley Montagu