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Sprüche über Hass

139 Sprüche — Seite 4

Wo Verletzung in dauerhafte Feindseligkeit umschlägt, nimmt Hass Gestalt an. Er verdichtet Ablehnung zu einer Macht, die das Denken verengt, Vergeltung nährt und dem anderen jede Menschlichkeit abspricht. Deshalb zählt dieses Thema zu den zerstörerischsten Kräften, die in Beziehungen und Gesellschaften wirken können.

Seine Gefahr liegt darin, dass Hass nicht nur den Gegner trifft, sondern auch den Hassenden selbst formt. Was in ihm wächst, verdunkelt Urteil und Herz und macht Frieden schwerer, je länger daran festgehalten wird.

  1. Der Hass, der Neid, das Geld: wie gut sie hetzen können!

    Paul Verlaine

  2. Medizin für den Hass ist die Trennung.

  3. Es ist eine Eigentümlichkeit des menschlichen Charakters, dass man die, die man beleidigt hat, auch noch hasst.

    Tacitus

  4. Welch ein Leben führen wir im Hass? Wir haben keine Sonne, die uns leuchtet, kein Feuer, das uns erwärmt; wir verlieren in einer toten Einsamkeit unsern eigenen Wert.

    Ludwig Tieck

  5. Zorn und Hass sind schlechte Ratgeber.

  6. Der Hochmütige liebt die Nähe von Schmarotzern oder Schmeichlern, haßt aber die Edelgesinnten.

    Baruch de Spinoza

  7. Seinem Feind kann man nicht aus dem Weg gehen.

  8. Wer nach Rache strebt, hält seine eigenen Wunden offen.

    Francis Bacon

  9. Hassen ist ein positiver Lebensstrom: das Verlangen nach Vernichtung, Angriff, der vom Kern ausgeht.

    Oswald Spengler

  10. Der Hass unter Verwandten ist der stärkste.

    Tacitus

  11. Der Mensch, der nur sich selber liebt, hasst nichts so sehr, als mit sich selbst allein zu sein.

    Blaise Pascal

  12. Hass ist Unlust, verbunden mit der Idee einer äußeren Sache.

    Baruch de Spinoza

  13. Die Gewohnheit ist ein lästiges Ding, selbst an Verhasstes fesselt sie

    Franz Grillparzer

  14. Der Hass ist ein aktives Mißvergnügen, der Neid ein passives, deshalb darf man sich nicht wundern, wenn der Neid so schnell in Hass übergeht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  15. Hass ist grenzenlos.

    Heinrich Martin

  16. Wer nicht verachtet, der kann auch nicht achten.

    Friedrich von Schlegel

  17. Der Haß ist die Liebe, die gescheitert ist

    Sören Kierkegaard

  18. Wohl jedem, der nur liebt, was er darf, und nur haßt, was er soll

    Marie von Ebner-Eschenbach

  19. Ich habe angefangen, Kirchen, Kapellen, Bischöfe und das Ganze zu hassen. Ein Mensch kann auch ohne das tapfer vor seinen Gott treten

    John Knittel

  20. Die Menschen hassen nie so sehr den, der Böses tut, noch das Böse selbst, wie den, der es beim Namen nennt.

    Giacomo Leopardi