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Sprüche über Hass

139 Sprüche — Seite 6

Wo Verletzung in dauerhafte Feindseligkeit umschlägt, nimmt Hass Gestalt an. Er verdichtet Ablehnung zu einer Macht, die das Denken verengt, Vergeltung nährt und dem anderen jede Menschlichkeit abspricht. Deshalb zählt dieses Thema zu den zerstörerischsten Kräften, die in Beziehungen und Gesellschaften wirken können.

Seine Gefahr liegt darin, dass Hass nicht nur den Gegner trifft, sondern auch den Hassenden selbst formt. Was in ihm wächst, verdunkelt Urteil und Herz und macht Frieden schwerer, je länger daran festgehalten wird.

  1. Wir können vieler Ding entbehren und dies und jenes nicht begehren, doch werden wenig Männer sein, die Weiber hassen und den Wein.

    Johann Peter Hebel

  2. Die Wunde von eines Messers Schneide heilt, aber der Hass, den böse Worte schlugen, stirbt nicht ab.

  3. Nur wer geliebt hat, kennt den Haß, den Zorn.

    Christian Dietrich Grabbe

  4. Haß, als minus und vergebens, wird vom Leben abgeschrieben. Positiv im Buch des Lebens steht verzeichnet nur das Lieben. Ob ein Minus oder Plus uns verblieben, zeigt der Schluß.

  5. Eine hübsche Frau, die in eine Familie kommt, hat die häßlichen gegen sich.

  6. Im Zustande des Hasses sind Frauen gefährlicher als Männer.

    Friedrich Nietzsche

  7. Lieb dein Weib, so haßt sie dich.

  8. Willst du dass dir kein Leid geschieht vom bösen Volk, so sing ihr Lied und werde selbst zum Bösewicht, so hassen sie dich länger nicht.

    Gottfried von Strassburg

  9. Sohnesweib hasst Mannesmutter.

  10. Wer mit vierzig verhasst ist, bleibt so bis an sein Lebensende.

  11. Liebe ist der Morgen der Tugenden, Hass der Abend der Sünden.

  12. Man lernt die Menschheit lieben. In den großen Gesellschaften lernt man die Menschen nur hassen.

    Jean-Jacques Rousseau

  13. Der Hass ist so gut erlaubt als die Liebe, und ich hege ihn im vollsten Maß gegen die, welche verachten.

    Georg Büchner

  14. Selbst der schlechteste Mensch kann nicht mit der gleichen Intensität hassen, mit der ein gütiger Mensch zu lieben vermag.

    Niccolò Tommaseo

  15. Das Gesetz kann niemand zwingen, seinen Nächsten zu lieben, aber es kann es schwieriger für ihn machen, seinem Hass Ausdruck zu geben

    Neill Lawson

  16. In den von Hass erfüllten Herzen wächst alles Edle statt in das Licht hinein, rückwärts in den Boden und in das Dunkel.

    Georg Ebers

  17. Hass — Ohnmacht, die sich selbst verletzt. Wer sich liebt, wehrt sich, bevor er hasst.

    Else Pannek

  18. Wir können aus Vorsatz weder lieben noch hassen, wohl aber mit Vorsatz.

    Johann Georg Jacobi

  19. Es hasst nur jemand, der fühlt, dass er niemals ungeschehen, nicht existent machen wird, was passiert ist.

    Stanislaw Brzozowski

  20. Liebe ist der Morgen der Tugend, Hass der Abend der Sünde