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Sprüche über Intelligenz

228 Sprüche — Seite 10

Intelligenz zeigt sich nicht nur im schnellen Denken, sondern ebenso in der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, angemessen zu urteilen und Möglichkeiten vorausschauend einzuschätzen. Sie wirkt oft unspektakulär und doch weitreichend, weil sie Orientierung schafft, wo andere nur Einzelheiten sehen. Darum bleibt dieses Thema so faszinierend.

Ihr eigentlicher Wert liegt darin, dass sie nicht bloß klüger erscheinen will, sondern Wirklichkeit besser erfasst. Intelligenz braucht Nüchternheit, Selbstkorrektur und innere Beweglichkeit, um nicht in bloße Eitelkeit oder kalte Berechnung zu kippen.

  1. Gefragt, was auf Erden das Seltenste sei, antwortet einer: was allen gehört, der gemeine Verstand.

    Giacomo Leopardi

  2. Die wortgewandte Rede funktioniert nicht von den Lippen zum Ohr, sondern von Herz zu Herz.

    William Jennings Bryan

  3. Ein Hahn wird auch mit vielen Worten nicht fett, für den Weisen aber reichen wenige Worte

    Benjamin Franklin

  4. Das Glück des tätigen Lebens liegt im Wirken der Klugheit, durch die der Mensch sich selbst und andere regiert.

    Thomas von Aquin

  5. Bei den Weisen erregen die Wichtigkeiten des menschlichen Lebens nur ein Lachen.

    Menander

  6. Zu den Blitzen des Genies machen die Talente den Donner

    Peter Sirius

  7. Man muss ein weiser Leser sein, um weise und gut zitieren zu können

    Amos Bronson Alcott

  8. Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten.

    Francois G. de Levis

  9. Der kluge Kaufmann verbirgt seine Schätze, als wäre er arm. Der Edle verbirgt seine Weisheit, als wüsste er nichts

  10. Instinkt ist nichts anderes als die Intelligenz der Schöpfung.

    Jean-Henri Fabre

  11. Mit Geld kannst du ein Buch kaufen, aber kein Wissen.

  12. Nur der Verstand ist es, der sieht und hört. Alles andere ist taub und blind.

    Epicharmos

  13. Die meisten Menschen, welche schlicht und ungelehrt sind, machen keinen Anspruch auf den Besitz abstrakter Begriffe.

    George Berkeley

  14. Ein Kopf ohne Gedächtniskraft ist eine Festung ohne Besatzung.

    Napoleon

  15. Alle Köpfe haben Haare, aber nicht alle Gehirn.

  16. Sehr oft sind intellektuelle Strenge und erbarmungslose Logik nur äußere Formen einer tiefen, unaufgeklärten Bosheit.

    Stanislaw Brzozowski

  17. Stärke des Charakters und Erleuchtung des Kopfes müssen sich vereinigen, wenn politische Freiheit in großem Maße vorhanden sein soll, ohne eine Nation zugrunde zu richten.

    Friedrich von Gentz

  18. Bloßer Verstand ist noch kein Mut, denn wir sehen die gescheitesten Leute oft ohne Entschluß.

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  19. Wer eigene Gedanken hat, der muss damit anfangen, den Sprachgebrauch zu reformieren.

    Richard Rothe

  20. Ein Mensch ist fähig zu verstehen, wie der Äther schwingt und was auf der Sonne vorgeht, aber wie sich ein anderer die Nase anders putzen kann als er - da ist er unfähig zu verstehen.

    Iwan Turgenjew