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Sprüche über Jugend

305 Sprüche — Seite 15

Die Jugend trägt das Leuchten des Anfangs in sich und zugleich jene Unruhe, aus der Aufbruch und Irrtum entstehen. In dieser Lebensphase drängen Sehnsucht, Widerspruch, Neugier und Selbstentwurf mit besonderer Kraft nach vorn. Darum wirkt dieses Thema lebendig, idealistisch und bisweilen schmerzlich zugleich.

Was sie so prägend macht, ist nicht nur ihre Frische, sondern auch ihre Offenheit für Möglichkeiten. Jugend steht für Werden, Versuch und Wandel und erinnert daran, dass viele Haltungen des späteren Lebens in frühen Jahren ihren ersten Ton finden.

  1. Der Morgen ist die Jugend des Tages. Alles ist heiter, frisch und leicht. Man soll ihn als Quintessenz des Lebens betrachten und gewissermaßen heilig halten.

    Arthur Schopenhauer

  2. Dass die beruflichen Ziele in der ersten Lebenshälfte nicht anders aussehen müssen als in der zweiten, ist ganz selbstverständlich.

    Nikolaus B. Enkelmann

  3. Die Symphonie unseres Lebens besteht aus den Motiven unserer Jugend

    Peter Sirius

  4. Der Mann hat anderes zu tun als der Jüngling

    Francesco Petrarca

  5. Wir finden, dass alle, die ein sehr hohes Alter erreichten, solche Menschen waren, die in der Jugend Mühe, Arbeit, Strapazen ausgestanden haben

    Christoph Wilhelm Hufeland

  6. Trotz ist die jugendliche Form von Altersstarrsinn.

    Leo Trotzki

  7. Unsere Jugend sammelt nur Seufzer für das Alter

    Edward Young

  8. Über die Torheiten unserer Jugend erröten wir nicht, aber über die Torheiten unseres Alters.

    Edward Young

  9. Dankbarkeit ist eine schöne Tugend, zieret das Alter und die Jugend; wen man undankbar nennen kann, dem hängen aller Laster an.

    Georg Rollenhagen

  10. Der Jungen Lob wird's mehren, wenn sie das Alter ehren; doch große Tugend ist's der Alten, der Jugend was zu gut zu halten.

    Bernhard Freidank

  11. Freude an der Arbeit finden ist die Entdeckung des Jungbrunnens.

    Pearl S. Buck

  12. Ehrfurcht den Vorfahren, Treue den Lebensgenossen, Vertrauen der Jugend!

    Theodor Toeche-Mittler

  13. Ich wollte das Alter gern der Jugend gleichsetzen, wenn es nur nicht die Enge der Bewegung, die Schwere der Erinnerung, die Bitternis der Erfahrung hätte.

    Theodor Toeche-Mittler

  14. Die Jugend hat ein solches Bedürfnis, froh des Lebens zu geniessen, ein so heiliges Recht auf Freude, dass man sie darin nicht vorzeitig verkürzen sollte.

    Fanny Lewald

  15. Im allgemeinen unterschätzt man das Liebesleid der frühen Jugend, weil man es so leicht vergessen sieht.

    Fanny Lewald

  16. Nicht die Jugend bedarf bei ihrem Schaffen der Ermunterung, sondern das Alter.

    Fanny Lewald

  17. Hinter dem Traum der ewigen Jugend steht oft die Realität ewiger Unreife.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  18. In jedem Leben geschieht es noch einmal, dass es sich müht, wiederzubeginnen wie mit Neugeburt: mit Recht nennt das vielzitierte Wort die Pubertät eine zweite Geburt.

    Lou Andreas-Salomé

  19. Ich liebe die Welt, die Sonne, die Erde, die Blumen, die Vergnügungen, die Jugend, die Schönheit; ich habe Durst nach Glück!

    Malwida von Meysenbug

  20. Gesegnet seien die Jungen, denn sie werden die Schulden unseres Staates erben.

    Herbert Hoover