Sprüche über Jugend
305 Sprüche — Seite 8
Die Jugend trägt das Leuchten des Anfangs in sich und zugleich jene Unruhe, aus der Aufbruch und Irrtum entstehen. In dieser Lebensphase drängen Sehnsucht, Widerspruch, Neugier und Selbstentwurf mit besonderer Kraft nach vorn. Darum wirkt dieses Thema lebendig, idealistisch und bisweilen schmerzlich zugleich.
Was sie so prägend macht, ist nicht nur ihre Frische, sondern auch ihre Offenheit für Möglichkeiten. Jugend steht für Werden, Versuch und Wandel und erinnert daran, dass viele Haltungen des späteren Lebens in frühen Jahren ihren ersten Ton finden.
Das alte klappert, das neue klingt.
Was die Alten sündigten, das büßen oft die Jungen.
Wo das Alter einzieht, da zieht es nicht wieder aus.
Wer Glück hat, trifft einen Freund; wer Unglück hat, eine schöne Frau.
Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen
Wer den Eltern nicht folgt, muss dem Elend folgen.
Ein Irrtum, welcher sehr verbreitet und manchen Jüngling irritiert, ist, dass die Liebe eine Sache, die immer viel Vergnügen mache.
— Wilhelm Busch
Blasiertheit: Diese Krankheit ist unter uns weit verbreitet, wo Müßiggang und Überfluß schnell die Sinne abstumpfen und selbst die Jugend in eine Gleichgültigkeit versinken lassen, von der sie nicht …
— Friedrich Melchior Baron von Grimm
Geliehene Bücher wiedergeben, wird oft versäumt von Jungen und Alten. Denn leichter ist es,die Bücher selber, als was drin steht zu behalten.
— Otto Banck
Jugendliebe dauert nicht länger als Schnee im April.
Nimmer begreift der Gesunde die Krankheit, nimmer die Jugend, dass ihr reiches Gemüt je zu verarmen vermag.
— Franz Emanuel August Geibel
Wer früh zum Manne reift, bleibt lange jung.
Jugend geht in einer Herde, Mannesalter in Paaren und das Alter allein.
Die Jugend ist nicht das Alter der Rache und des Hasses, sondern das des Mitleidens, der Milde, der Großmut.
— Jean-Jacques Rousseau
Die jungen Leute in Deutschland sind prima. Sie stammen ja auch von uns ab
— Helmut Kohl
Das Alter hat den Kalender am Leib.
Ein gut' Alter ist besser denn eine böse Jugend.
Wenn der Besen verbraucht ist, sieht man erst, wozu er gedient hat.
Man ändert sich oft und bessert sich selten.
Zweimal muss man in seinem Leben einsam sein, in der Jugend, um vieles zu lernen und eine Denkart zu erwerben, die Stich hält durchs Leben, und noch einmal im Alter, um alles zu überdenken, was un …
— Johann Georg Zimmermann