233 Sprüche — Seite 6
In einem Kind begegnet der Welt ein Leben, das noch ganz Anfang, Vertrauen und Möglichkeit ist. Es trägt Schutzbedürftigkeit in sich und zugleich jene Frische des Blicks, die Erwachsenen leicht verloren geht. Deshalb gehört dieses Thema zu den zartesten und zugleich verantwortungsvollsten Bereichen des Menschlichen.
Sein Wert liegt nicht in späterer Leistung, sondern im gegenwärtigen Dasein und im Recht auf ein gutes Heranwachsen. Ein Kind ruft Fürsorge hervor und erinnert daran, wie stark Herkunft, Liebe und Vorbild ein Leben prägen können.
Du fragst mich, Kind, was Liebe ist? Ein Stern in einem Haufen Mist.
— Christian Johann Heinrich Heine
Kinder sind wie Blumen. Man muss sich zu ihnen nieder beugen, wenn man sie erkennen will.
— Friedrich Fröbel
Eine Mutter hält die Hände ihrer Kinder für eine Weile, die Herzen jedoch für immer.
Du kannst deinen Kindern deine Liebe geben, nicht aber deine Gedanken. Sie haben ihre eigenen.
Wenn du ein Kind mit der Rechten züchtigst, zieh es mit der Linken an dein Herz.
Ach, könnte nur dein Herz zu einer Krippe werden! Gott würde noch einmal ein Kind auf Erden.
— Angelus Silesius
Wer kein Kind hat, hat kein Licht in den Augen.
Das Ziel der Erziehung besteht darin, dem Kinde zu ermöglichen, ohne Lehrer weiterzukommen.
— Elbert Green Hubbard
Man fragt die Kinder groß nicht, was sie klein getragen haben.
Wenn Kinder und Narren zu Markte gehen, lösen die Krämer Geld.
Wer von allen weiß, wie lange Kindheit dauert? Bei manchen Wesen ist sie früh verloren; bei manchen dauert sie das ganze Leben.
— Paul Keller
Der Erwachsene achtet auf Taten, das Kind auf Liebe.
So eng auch Freundschaft, Liebe und Ehe Menschen verbinden: Ganz ehrlich meint jeder es am Ende doch nur mit sich selbst und höchstens noch mit seinem Kinde.
— Arthur Schopenhauer
Das Kind soll spielen, es soll Erholungsstunden haben, aber es muss auch arbeiten lernen
— Immanuel Kant
Gotteskinder, göttliche Keime sind wir. Einst werden wir sein, was unser Vater ist.
— Novalis
Den Weg des Vaters wird dereinst das Kind auch gehn.
— Alfred de Musset
Jede Stufe der Bildung fängt mit Kindheit an. Daher ist der am meisten gebildete Mensch dem Kind so ähnlich.
— Novalis
Wenn ein Kind stolpert, hält ein guter Engel seine Hände hin.
Kein Wunder, dass uneheliche Kinder gemeiniglich die besten Köpfe sind. Sie sind die Folge einer geistreichen Stunde, die ehelichen oft der Langeweile.
— Theodor Gottlieb von Hippel der Ältere
Die Grundlage des Charakters muss in dem Kinde gelegt sein, bevor es in die Schule kommt.
— Carl Hilty