Sprüche über Kind
226 Sprüche — Seite 9
In einem Kind begegnet der Welt ein Leben, das noch ganz Anfang, Vertrauen und Möglichkeit ist. Es trägt Schutzbedürftigkeit in sich und zugleich jene Frische des Blicks, die Erwachsenen leicht verloren geht. Deshalb gehört dieses Thema zu den zartesten und zugleich verantwortungsvollsten Bereichen des Menschlichen.
Sein Wert liegt nicht in späterer Leistung, sondern im gegenwärtigen Dasein und im Recht auf ein gutes Heranwachsen. Ein Kind ruft Fürsorge hervor und erinnert daran, wie stark Herkunft, Liebe und Vorbild ein Leben prägen können.
Jedes Kind bringt die Botschaft mit auf die Welt, dass Gott sich von den Menschen noch nicht hat entmutigen lassen.
— Rabindranath Tagore
Das Ziel der Erziehung besteht darin, dem Kinde zu ermöglichen, ohne Lehrer weiterzukommen.
— Elbert Green Hubbard
Und die Sonne trug Trauer, vom Himmel fielen Tränen, der Wind schwieg und die Tiere verstummten, denn es war ein Engel, der in Liebe starb.
Schlag niemals ein Kind im Hafen, es könnte dein eigenes sein.
Schicke den Sohn, den du am liebsten hast, auf Reisen.
Die Mädchen-Seelen sind schneller ausgereift als die Knabengeister.
— Jean Paul
Man kann auch den zartesten Kindern getrost den Hintern versohlen es ist wie mit den zähen Beefsteaks: Je mehr man sie klopft, desto zarter werden sie.
— Edgar Allan Poe
Gebranntes Kind scheut das Feuer
Der Kinder Wille steckt in der Rute.
Ungezogene Kinder gehn zu Werk wie Rinder.
Aus tausend Traurigkeiten zur Krippe gehn wir still, das Kind der Ewigkeiten uns alle trösten will.
— Friedrich von Bodenstedt
Der Vater liebt das Kind nur, solange die Mutter bei ihm bleibt.
Wenn man das ruhige und häusliche Leben lieben soll, muß man dessen Süßigkeit von Kindheit an empfunden haben. Nur in seinem Elternhaus erwirbt man die Lust am eigenen Heim.
— Jean-Jacques Rousseau
Ja! Ein göttlich Wesen ist das Kind, solang es nicht in die Chamäleonsfarbe der Menschen getaucht ist. Es ist ganz, was es ist, und darum ist es so schön. Der Zwang des Gesetzes und des Schicksals …
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Zum freudigen Ereignis liebe Wünsche für Eltern und Kind - ab sofort auf Schritt und Tritt, gehen zwei kleine Füßchen mit!
Steil sind oft die Lebensstufen und so hart wie Felsgestein. Später wirst Du einmal rufen: "Schön war's doch, ein Kind zu sein!"
Das Kind fällt wieder in der Mutter Schoß.
Wenn's Kind geboren ist, ist das Testament schon gemacht.
Jedes Kind ist seines Vaters.
So Ostern auf einen Sonntag fällt, ist jedes Kind seines Vaters.