Sprüche über Lernen
712 Sprüche — Seite 31
Kein Mensch bleibt derselbe, wenn er wirklich lernt. Lernen verändert nicht nur das, was jemand weiß, sondern auch die Art, wie er fragt, beobachtet und sich selbst in Beziehung zur Welt setzt. Deshalb ist es weit mehr als Schulstoff oder Methode, nämlich eine Grundbewegung des Lebens.
Wer bereit ist zu lernen, gibt zu, noch nicht fertig zu sein – und das ist keine Schwäche, sondern die Bedingung jeder echten Entwicklung. Demut und Neugier zusammen öffnen jenen Horizont, der sich still, aber dauerhaft erweitert, wann immer ein Mensch wirklich hinschaut und zuhört.
Liebe kann man nicht beschreiben, Liebe muss man praktisch treiben.
Gleich einer Schule ist das Leben, Aufgaben gibt es schwer und viel; nach besseren Noten gilt das Streben, ein gutes Zeugnis ist das Ziel.
...... lerne Menschen kennen, denn sie sind veränderlich. Die dich heute Freundin nennen, schimpfen morgen über dich.
Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug für den, der kommen mag.
— Friedrich Rückert
Alle Tag ein Stückerl weiter, alle Tag ein bisserl gescheiter.
Die Freude fällt uns in die Hände, die bloße Kunst nur, sich zu freu'n, die will geübt, errungen sein.
— Christoph A. Tiedge
Er will seinen Vater lehren Kinder machen.
So lange kriecht ein Kind, bis es gehen kann.
Den Esel führt man nur einmal aufs Eis.
Der Fuchs geht nicht zum zweitenmal ins Garn.
Die Gans lehrt den Schwan singen.
Alte Hunde ist schwer bellen lehren.
Katzenkinder lernen wohl mausen.
Er wird ein gelehrter Kauz werden, wenn er unter die Stoßvögel kommt.
Wer viel Handwerke zugleich lernt, der lernt selten eins wohl.
Am Handel lernt man den Wandel.
Bei Krämern lernt man kaufen, bei Säufern lernt man saufen, bei Lahmen lernt man hinken, bei Trinkern lernt man trinken.
Es ist kein Meister vom Himmel gefallen.
Kein Meister so gut, der nicht noch zu lernen hätte.
Soldaten können die Bürger und Bauern viel unmögliche Dinge lehren.