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Sprüche über Meinung

193 Sprüche — Seite 2

Zwischen persönlicher Sicht und allgemein behaupteter Wahrheit liegt die Meinung. Sie gehört zum freien Denken, kann Orientierung geben und zugleich in Vorurteil, Eitelkeit oder bloße Gewohnheit umschlagen. Deshalb ist dieses Thema für Gespräch, Öffentlichkeit und Selbstprüfung von besonderer Bedeutung.

Ihr Wert wächst, wenn sie begründet, offen für Korrektur und nicht nur ein Reflex der Zugehörigkeit ist. Eine Meinung verdient Achtung, aber erst dann wirklich Gewicht, wenn sie auch dem Gegenargument standhalten kann.

  1. Ein Buch ist ein Druckwerk, aus dem Leser gewöhnlich etwas ganz anderes herauslesen, als der Autor hineingeschrieben hat.

    Georg Christoph Lichtenberg

  2. Rasch kam ich zu der Überzeugung, dass Grundsätze nur gültig sind, wenn man satt ist.

    Mark Twain

  3. Meinung wird letztlich durch Gefühle und nicht durch den Intellekt bestimmt.

    Herbert Spencer

  4. Der Rat, den ältere Leute den jüngeren geben, ist oft ebenso unrealistisch wie eine Liste der hundert besten Bücher.

    Oliver Wendell Holmes

  5. Das muss ein Esel sein, der mit sechzig noch die gleiche Meinung hat wie mit dreißig!

    Otto von Bismarck

  6. Auf der Suche nach der Wahrheit darfst du nicht die Lüge nach dem Weg fragen.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  7. Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein 10-minütiges Gespräch mit einem x-beliebigen Wähler

    Winston Churchill

  8. Ehrliche Kritik ist schwierig anzunehmen, besonders von einem Verwandten, einem Freund, einem Bekannten oder einem Fremden

    Franklin P. Jones

  9. Wenn ich Ihre Meinung hören will, dann sag ich Ihnen die.

  10. Der Mensch ist verloren, der sich für ein Genie hält.

    Georg Christoph Lichtenberg

  11. Es bedürfte zu vieler Verdienste, um das zu sein, was man von sich hält.

    Emanuel Wertheimer

  12. Die Verantwortung jedes einzelnen für die ganze Menschheit betrachte ich als universelle Religion

    Dalai Lama

  13. Ein ausgesprochenes Nein wird akzeptiert und nicht übelgenommen. Ein verschwiegenes, durch spätere Nichthandlung erkennbares dagegen sehr.

    Else Pannek

  14. Denn ich glaube immer noch an die Wahrheit der früheren Empfindung, als an die der späteren Betrachtung.

    Sophie Bernhardi

  15. Die Aufrichtigkeit ist - mindestens nach meiner Ansicht - die erste Bedingung jedes geistigen Schaffens.

    Sully Prudhomme

  16. Niemand weiß soviel Schlechtes von uns wie wir selbst. Und trotzdem denkt niemand so gut von uns wie wir selbst.

    Franz Edler von Pernwald Schönthan

  17. Ein Weiser entscheidet für sich selber, ein Narr richtet sich nach den Leuten.

  18. Behauptungen sind keine Beweise, auch nicht, wenn sie lautstark wiederholt werden.

    Wilhelm Hasenclever

  19. Nicht die Erlebnisse diktieren unsere Handlungsweisen, sondern die Schlussfolgerungen, die wir aus diesen Erlebnissen ziehen.

    Alfred Adler

  20. Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahr haben möchte, hält er auch für wahr.

    Demosthenes