Sprüche über Opfer
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Was hingegeben, verloren oder bewusst getragen wird, erhält im Begriff des Opfers seine ernste Form. Es kann aus Liebe, Pflicht, Ideal oder Zwang entstehen und berührt deshalb Fragen nach Wert, Verzicht und menschlicher Grenze. Darum ist dieses Thema von stiller moralischer Schwere.
Seine Tiefe zeigt sich darin, dass Opfer nicht nur Schmerz bedeutet, sondern oft auch Verbundenheit und Überzeugung sichtbar macht. Was geopfert wird, verweist immer auf das, was einem Menschen höher steht als Bequemlichkeit oder Eigennutz.
Gute Manieren bestehen aus lauter kleinen Opfern.
— Ralph Waldo Emerson
Viel Gutes kann der Mensch vollbringen, ohne sich ein Opfer zumuten zu müssen.
— Albert Schweitzer
Die passive Natur des Weibes will geben, leisten, will pflegen, opfern, glücklich machen; der aktive Geist des Mannes will glücklich gemacht werden, will empfangen, gepflegt, geliebt sein.
— Bogumil Goltz
Das schwerste Opfer, welches der Mensch zu bringen vermag, ist, sein Herz brechen zu lassen und seiner Liebe entsagen.
— Heinrich Martin
Ohne Aufopferung läßt sich keine Freundschaft denken.
— Johann Wolfgang von Goethe
Misstraue allen, die Opfer von anderen verlangen.
— Else Pannek
Selbstaufopferung ist das wirkliche Wunder, aus dem alle anderen Wunder entspringen.
— Ralph Waldo Emerson
Liebe, die von Herzen liebt, ist am reichsten, wenn sie gibt; Liebe, die von Opfern spricht, ist schon rechte Liebe nicht.
— Franz Emanuel August Geibel
Durch Leichtfertigkeit verliert man die Wurzeln, durch Unruhe die Übersicht.
— Laotse
Jede Wahl enthält ein Opfer
— André Gide
Männer, die den Frauen nicht auf halbem Wege entgegengehen, werden das Opfer von Frauen, die ihnen auf halbem Wege entgegenkommen.
— Walter Bagehot
Bei jedem Geschenk oder Opfer gibt es zwei Arten von Dankbarkeit, die unmittelbare, wenn wir etwas entgegennehmen, und die tiefere, wenn wir etwas weggeben
Der Krieg hat einen langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer.
— Martin Kessel
Ganz aufgehen in der Familie heißt, ganz untergehen
— Marie von Ebner-Eschenbach
Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse, auf dass er sich ein Opfer fasse, und stürzt alsbald mit großem Grimm auf einen Menschen namens Schrimm. Paul Schrimm erwidert prompt: "Pitschü!" und hat ihn …
— Christian Morgenstern
Ohne den Mut verkleinern zu wollen, mit dem manche ihr Leben geopfert haben, sollten wir auch jenes Mutes nicht vergessen, mit dem andere ihr Leben gelebt haben.
— John F. Kennedy
Jede Flamme opfert sich selbst - Je schöner sie brennt, desto mehr nähert sie sich der Vernichtung, dem Erlöschen.
— Christian Johann Heinrich Heine
Wer Aufopferung als Lebensinhalt akzeptiert, wird ein Opfer seiner selbst.
— Else Pannek
Wer berufen ist, hat Angst, wenn seine Stunde schlägt; denn er weiß, welches Opfer sie von ihm verlangt: Das Opfer seiner Person um seiner Sache willen
— Hermann Bahr
Man wird am ehesten betrogen, wenn man sich für klüger als die anderen hält.
— René Descartes