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Sprüche über Opfer

92 Sprüche — Seite 5

Was hingegeben, verloren oder bewusst getragen wird, erhält im Begriff des Opfers seine ernste Form. Es kann aus Liebe, Pflicht, Ideal oder Zwang entstehen und berührt deshalb Fragen nach Wert, Verzicht und menschlicher Grenze. Darum ist dieses Thema von stiller moralischer Schwere.

Seine Tiefe zeigt sich darin, dass Opfer nicht nur Schmerz bedeutet, sondern oft auch Verbundenheit und Überzeugung sichtbar macht. Was geopfert wird, verweist immer auf das, was einem Menschen höher steht als Bequemlichkeit oder Eigennutz.

  1. Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, und es gibt in der Anwendung derselben keine Grenzen.

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  2. Die kleinen Diebe, die müssen hangen. Die großen mit güldenen Ketten prangen

    Georg Rollenhagen

  3. Der Mensch ist entweder Opfer seines Schicksals oder Meister seiner Bestimmung

    Herbert Spencer

  4. Sind die Hasen erlegt, schlachtet man die Hunde.

  5. Gottes Unermeßlichkeit und Allgegenwart heiligen jeden Hügel, auf dem ein friedsames und von bösen Leidenschaften freies Herz ihm sein stilles Opfer bringt.

    Johann Georg Zimmermann

  6. Mütter beschreiten manchmal Wege, die Engel befürchten zu gehen.

  7. Zu lange Opfer zu bringen kann das Herz versteinern.

    William Butler Yeats

  8. Die Wissenschaften hatten, wie die Religionen, ihre Märtyrer.

    Nikolai Michailowitsch Karamsin

  9. Die Kunst duldet keine Vorbehalte, sondern fordert und ist ein einziges großes, freudig-schmerzliches und immer bedingungsloses Opfer.

    Anton Wildgans

  10. Gott, wie komisch sind die Männer! Ganz ernsthaft bilden sie sich ein, der liebe Gott hat unser Geschlecht geschaffen, um das ihre zu bedienen.

    Ida Hahn - Hahn

  11. Die meisten Leute scheuen weniger ein großes Opfer als eine große Unbequemlichkeit.

    Ida Hahn - Hahn

  12. Eine liebende Frau ist eine Sklavin, die ihrem Herrn die Ketten anlegt.

    George Bernard Shaw