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Sprüche über Opfer

101 Sprüche — Seite 5

Was hingegeben, verloren oder bewusst getragen wird, erhält im Begriff des Opfers seine ernste Form. Es kann aus Liebe, Pflicht, Ideal oder Zwang entstehen und berührt deshalb Fragen nach Wert, Verzicht und menschlicher Grenze. Darum ist dieses Thema von stiller moralischer Schwere.

Seine Tiefe zeigt sich darin, dass Opfer nicht nur Schmerz bedeutet, sondern oft auch Verbundenheit und Überzeugung sichtbar macht. Was geopfert wird, verweist immer auf das, was einem Menschen höher steht als Bequemlichkeit oder Eigennutz.

  1. Die meisten Leute scheuen weniger ein großes Opfer als eine große Unbequemlichkeit.

    Ida Hahn - Hahn

  2. Gott, wie komisch sind die Männer! Ganz ernsthaft bilden sie sich ein, der liebe Gott hat unser Geschlecht geschaffen, um das ihre zu bedienen.

    Ida Hahn - Hahn

  3. Die Kunst duldet keine Vorbehalte, sondern fordert und ist ein einziges großes, freudig-schmerzliches und immer bedingungsloses Opfer.

    Anton Wildgans

  4. Die Wissenschaften hatten, wie die Religionen, ihre Märtyrer.

    Nikolai Michailowitsch Karamsin

  5. Mütter beschreiten manchmal Wege, die Engel befürchten zu gehen.

  6. Der Mensch ist entweder Opfer seines Schicksals oder Meister seiner Bestimmung

    Herbert Spencer

  7. Die kleinen Diebe, die müssen hangen. Die großen mit güldenen Ketten prangen

    Georg Rollenhagen

  8. Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, und es gibt in der Anwendung derselben keine Grenzen.

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  9. Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller, als Ströme von Blut zu vergießen.

    Lord Byron

  10. Mir ist kein Opfer zu groß, das die anderen für mich bringen können.

  11. Die Liebe ist eine Jagd, bei welcher der Jäger vom Wild verfolgt wird.

    Alphonse Karr

  12. Die Liebe gibt uns Kraft, jedes Opfer darzubringen, aber nicht, jedes anzunehmen.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  13. Wer den Schaden hat, darf für den Spott nicht sorgen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  14. Mir ist kein Opfer zu groß, das die anderen für mich bringen können.

  15. Unsere Entsagung macht uns fast immer unglücklich, und den nicht glücklich, dem das Opfer gebracht wird. Entsagte man nicht, so käme am Ende nicht zwei Leiden, sondern ein Glück und ein Unglück zust …

    Fanny Lewald

  16. Den Aufbau von Macht ermöglichen meist diejenigen, die nachher ihre Opfer werden.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  17. Keine noch so infame und schändliche Handlung gibt es, dass man nicht Beispiele einer noch schlimmeren anführen könnte

    Juvenal

  18. Die Polizei sieht den Schuldigen durch die Finger; die Unschuldigen aber verdächtigt sie.

    Juvenal

  19. Der Neid ist eine Geißel, deren Opfer im Stillen leiden, er ist ein nagender Wurm an dem Lebensfrieden und an der Tugend des Menschen, welcher ihm Aufnahme gewährte.

    Albertine Necker-Saussure

  20. Vor der zwingenden Macht einer menschheitserzieherischen Aufgabe, sind persönliche Schmerzen und Entbehrungen unbedeutend und nichtig.

    Theresa Keiter