Sprüche über Persönlichkeit
248 Sprüche — Seite 12
Was einen Menschen unverwechselbar macht, liegt tiefer als Stil, Auftreten oder äußere Wirkung. Persönlichkeit zeigt sich in Haltung, Reaktion, Wertmaßstäben und jener inneren Form, die selbst unter Druck erkennbar bleibt. Deshalb gehört dieses Thema zu den spannendsten Fragen menschlicher Eigenart.
Sie entsteht nicht allein aus Anlagen, sondern ebenso aus Erfahrungen, Entscheidungen und dem Umgang mit Widerständen. Persönlichkeit reift dort, wo ein Mensch sich nicht bloß anpasst, sondern seinem Wesen nach und nach bewusste Gestalt gibt.
Die Kunst des Regierens erfordert mehr Charakter als Verstand.
— Thomas Edward Lawrence
Sprichwörtlich heißt es: Kein Mensch ist unersetzlich. Aber die wenigen, die es eben doch sind, sind groß.
— Jacob Christoph Burckhardt
Ein großer Mensch ist derjenige, der sein Kinderherz nicht verliert.
— James Legge
Der Zorn ist die Stärke der Dummen und Schwachen. Der große, gewaltige Mann ist milde.
— Hermann Stehr
Der Ruhm ist ein brennender Ofen: man muss ihn immer wieder heizen, soll er nicht kalt werden
— Otto Weiss
Es ist unmöglich, jemand zu sein, wenn man alles sein will.
— Solomon Schechter
Was wir zu fürchten haben, ist nicht die Unmoral der großen Männer, sondern die Tatsache, daß Unmoral oft zu Größe führt
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Eine Persönlichkeit kann ein Mensch nur sein, wenn er die innersten, heißesten, ernstesten Kämpfe geführt hat.
— Paul Olaf Bodding
Die Meinung, die uns umgibt, das Urteil, welches man über den Menschen fällt, wirken unmerklich, aber bestimmend auf ihn ein, wie das Licht und die Luft, die er beständig sieht und atmet.
— Fanny Lewald
Die höchste Lebensqualität ist nicht erreicht, wenn man es am bequemsten hat, sondern wenn man sich am besten entfalten kann.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Was wir haben, können wir verlieren, aber doch niemals was wir sind!
— Wilhelmine von Hillern
Anstrengung zerstört die Schönheit - die Schönheit der Züge, die des Ausdrucks nicht.
— Ida Hahn - Hahn
Freiheit haben ist nur das, was wir notwendig brauchen, um so sein zu können, wie wir eigentlich sein sollten.
— Rahel Varnhagen von Ense
Jede Sünde trägt um so bedeutendere Schuld in sich, je größer das Ansehen des Sünders ist.
— Juvenal
Anschauungen sind wie Kleider ihrem Träger angemessen, weshalb auch kleine Leute die Anschauungen großer nicht tragen können.
— August Pauly
Dass wir ein Inneres besitzen, von dem wir die Welt ausschließen können, in das auch kein König einbrechen kann, das ist doch ein herrliches Gefühl.
— August Pauly
Was sind wir, wenn all das, was wir zu sein glauben, was uns schwer und tastbar und wirklich macht, nur geliehene Bausteine sind, aus denen nach uns andere wieder aufgebaut werden können?
— August Pauly
Es gibt viele Leute in der Welt, aber wenig Menschen.
— August Pauly
Die großen Menschen aller Zeiten bilden eine einzige Zeit.
— August Pauly
Die Kardinalfrage der Menschheit ist die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit.
— Friedrich Lienhard