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Allgemein Sprüche

367 Sprüche — Seite 11

  1. Wär ich eine Gärtnerin, pflanzt ich dir ein Veilchen hin. Wär ich eine Dichterin, schrieb ich dir ein Verslein hin. Weil ich keins von beiden bin, schreib ich meinen Namen hin:

  2. Die Distel spach zur Rose: "Was bist du nicht ein Distelstrauch? Dann wärst du doch was nütze, dann fräßen dich die Esel auch!"

    Friedrich von Bodenstedt

  3. Viel schöner bist du, wenn du lachst, als wenn du eine Schnute machst!

  4. Ist dir an schlechten Tagen, das Herz voll Traurigkeit, lass dir nur tröstlich sagen: Die Welt ist schön und weit.

  5. Die ärgsten Feinde der Hauptsache sind die wichtigen Nebensachen.

    Friedrich von Bodelschwingh

  6. Willst du das Leben recht verstehen, musst du's nicht nur von vorn besehen. Von vorn betrachtet sieht ein Haus meist besser als von hinten aus.

    Wilhelm Busch

  7. Sei ohne Harm und ohne Groll, die Welt ist manchen Zufalls voll. Wenn du stets schaffst in guter Ruh, fällt dir vielleicht ein Glückslos zu.

  8. Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen wie Sturmwind geflogen. Mit Jubel verkünden der Stimmen gar viele: Wir nahen dem Ziele! Der Fährmann am Steuer nur stöhnt leise: Wir segeln im Kreise!

    Marie von Ebner-Eschenbach

  9. Wenn auch der letzte Anker bricht: Verzage nicht!

  10. Nur vorwärts frisch und frei den Blick, darfst ihn nicht trübe senken; dir wird beschieden dein Geschick, doch - selber kannst du's lenken.

    Wilhelm Hasenclever

  11. Glück ist, auch das zu lieben, was man tun muss, und nicht nur das, was man tun will

  12. Jeder muss sein Säcklein tragen, mancher groß und mancher klein. Doch statt über Last zu klagen, solltest du zufrieden sein.

  13. Beide schaden sich selbst: Der zu viel verspricht und der zu viel erwartet.

    Gotthold Ephraim Lessing

  14. Der Gedanke klar, die Worte wahr, im Herzen rein, so soll es sein.

  15. Die Alten ehre stets, du bleibst nicht ewig Kind, sie waren, was du bist, und du wirst, was sie sind.

  16. Nimm, soweit die Kraft dir reicht, wär dein Herz auch am Verbluten, nimm die bösen Tage leicht, aber ernst und schwer die guten. Laß, mein Freund, des Lebens Tage dir wie liebe Freunde sein, den …

    Friedrich Halm

  17. Ewig musst du mich jetzt lieben, weil du von mir abgeschrieben! Doch du kannst es lassen bleiben, lässt du mich von dir abschreiben!

  18. Das ist der Weisheit letzter Schluss: Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.

    Johann Wolfgang von Goethe

  19. Reimen kann ich nicht, ist auch nicht meine Pflicht. Was ich schreib ins Album ein, fällt gewiss auch andern ein.

  20. Die Jugend ist die Zeit der Saat, das Alter erntet Früchte, wer jung nicht, was er sollte, tat, dem geht die Ernte zunichte.