Sprüche über Probleme
314 Sprüche — Seite 11
Wo etwas nicht aufgeht, sich widersetzt oder ungelöst bleibt, treten Probleme in das Leben. Sie stören, fordern heraus und zeigen oft genauer als jede Bequemlichkeit, woran es fehlt und was verändert werden muss. Deshalb sind sie nicht nur Belastung, sondern häufig auch der Beginn von Klärung und Entwicklung.
Ihre eigentliche Bedeutung liegt darin, dass sie Stellungnahme verlangen und nicht bloß Klage. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Schwierigkeit und Erkenntnis zusammenhängen und warum manche Lösung erst dort sichtbar wird, wo Ausreden enden.
Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!
— Wilhelm Busch
Wo viele zarte Hände walten - na, das ist so wie es ist! Kellerschlüssel, Bodenschlüssel führen leicht zu Zank und Zwist.
— Wilhelm Busch
Eine Ehe, die 25 Jahre hält, ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. In diesen Jahren habt ihr viel Schönes zusammen erlebt. Und wenn es Probleme gab, habt ihr zusammengehalten und alles …
Nach der Tag weiss der Gimpel Rat.
Alles Böse läßt sich im Anfang noch leicht unter Kontrolle bringen. Wenn es aber länger andauert, hält es sich meist allzu zähe.
— Marcus Tullius Cicero
In allen menschlichen Dingen zeigt sich bei genauer Prüfung, dass man nie einen Übelstand beseitigen kann, ohne dass daraus ein anderer entsteht.
— Nicolaus Machiavelli
Katastrophen machen kluge und starke Menschen immer zu Philosophen.
— Honoré de Balzac
Ein Unglück kommt selten allein
Eine kleine Betriebsstörung im Verkehr zweier Herzen kann immerhin vorkommen.
— Wilhelm Busch
Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stille hält, so reißet der Stachel ab und bleibt zurück.
— Jean Paul
Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht
Es hat nicht jeder Abgrund ein Geländer.
in Not und Gefahr sind Freunde rar.
Ein Ärgernis ist nur, wo man es nimmt, gegeben: dir Vorgeworfnes brauchst du ja nicht aufzuheben.
— Friedrich Rückert
Wer mit dem Feuer spielt, verbrennt sich dabei.
Glück ist, auch das zu lieben, was man tun muss, und nicht nur das, was man tun will
Besonders tief und voll Empörung fühlt man die pekuniäre Störung
— Wilhelm Busch
Bösewicht mit Bösewicht - auf die Dauer geht es nicht.
— Wilhelm Busch
Wenn du dem Feind die Hand nicht abkacken kannst, musst du sie ihm schütteln.
Hast Du kein Geld, geh nicht unter die Leute. Hast Du Schwierigkeiten, wende Dich nicht an Verwandte.