Sprüche über Probleme
327 Sprüche — Seite 5
Wo etwas nicht aufgeht, sich widersetzt oder ungelöst bleibt, treten Probleme in das Leben. Sie stören, fordern heraus und zeigen oft genauer als jede Bequemlichkeit, woran es fehlt und was verändert werden muss. Deshalb sind sie nicht nur Belastung, sondern häufig auch der Beginn von Klärung und Entwicklung.
Ihre eigentliche Bedeutung liegt darin, dass sie Stellungnahme verlangen und nicht bloß Klage. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Schwierigkeit und Erkenntnis zusammenhängen und warum manche Lösung erst dort sichtbar wird, wo Ausreden enden.
Wer schlecken will, was ihm gefällt, der kommt nicht ohne Schmutz und Schwärze hinaus aus dieser bösen Welt.
— Wilhelm Busch
Die alltäglichen Aufgaben und Schwierigkeiten sind gerade die, an denen man reift
Fürchte das Alter, denn es kommt nicht allein.
Die Sprache ist ein unvollkommenes Werkzeug. Die Probleme des Lebens sprengen alle Formulierungen.
— Antoine de Saint-Exupéry
Wem Mutter Natur ein Gärtchen gibt und Rosen, dem gibt sie auch Raupen und Blattläuse, damit er's verlernt, sich über Kleinigkeiten zu entrüsten.
— Wilhelm Busch
Wenn du einen Weg ohne Hindernisse findest, führt er wahrscheinlich nirgends hin.
Der eine fährt Mist, der andre spazieren; das kann ja zu nichts Gutem führen ...
— Wilhelm Busch
Gute Taten sind eine Ware, bei der die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt.
Wenn ein Problem gelöst werden kann, ist es sinnlos, sich Gedanken zu machen, wenn es nicht gelöst werden kann, sind Gedanken auch nicht gut.
Die Faulen und die Dreisten schreien am meisten
Frauen haben oft Probleme mit Männern. Aber untereinander vertragen sie sich noch weniger.
Der Krieg entsteht aus dem nicht bewältigten Frieden.
— Friedrich Dürrenmatt
Niemand zu haben auf der Welt, zu dem man sich flüchten, auf den man in jeder Not bauen kann, das ist ein Weh, an dem manches Herz verblutet.
— Jeremias Gotthelf
Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen
— Friedrich Nietzsche
Besser ein Leben voll Liebe und Leid als eine einsame und sinnlose Zeit.
Das Problem bei unseren jungen Schriftstellern ist, dass sie alle um die Sechzig sind.
— William Somerset Maugham
Den Mann, der sich um Fernes nicht bekümmert, erwartet schon in nächster Nähe Kummer.
— Konfuzius
Einen falschen Eid müssen die Kinder im dritten Geschlecht noch büßen.
Auch der beste Gaul stolpert einmal
Ach, so denkt er, diese Welt, hat doch viel, was nicht gefällt. Rosen, Tanten, Basen, Nelken sind genötigt zu verwelken; Ach - und endlich auch durch mich macht man einen dicken Strich
— Wilhelm Busch