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Sprüche über Probleme

314 Sprüche — Seite 5

Wo etwas nicht aufgeht, sich widersetzt oder ungelöst bleibt, treten Probleme in das Leben. Sie stören, fordern heraus und zeigen oft genauer als jede Bequemlichkeit, woran es fehlt und was verändert werden muss. Deshalb sind sie nicht nur Belastung, sondern häufig auch der Beginn von Klärung und Entwicklung.

Ihre eigentliche Bedeutung liegt darin, dass sie Stellungnahme verlangen und nicht bloß Klage. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Schwierigkeit und Erkenntnis zusammenhängen und warum manche Lösung erst dort sichtbar wird, wo Ausreden enden.

  1. Die Faulen und die Dreisten schreien am meisten

  2. Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen

    Friedrich Nietzsche

  3. Besser ein Leben voll Liebe und Leid als eine einsame und sinnlose Zeit.

  4. Einen falschen Eid müssen die Kinder im dritten Geschlecht noch büßen.

  5. Auch der beste Gaul stolpert einmal

  6. Das Problem bei unseren jungen Schriftstellern ist, dass sie alle um die Sechzig sind.

    William Somerset Maugham

  7. Den Mann, der sich um Fernes nicht bekümmert, erwartet schon in nächster Nähe Kummer.

    Konfuzius

  8. Angesichts von Hindernissen mag die kürzeste Linie zwischen zwei Punkten die krumme sein.

    Bertolt Brecht

  9. Die Hölle und der Argwohn werden nimmer satt

  10. Die Anpassung ist ein eigenes Lehrfach; der Intelligentere bringt es darin weiter, der Widerstrebende ist ein Problem der Ärzte und Psychologen.

    Bertolt Brecht

  11. Wenn Erziehung und Ermahnung irgend etwas fruchteten: Wie konnte dann Senecas Zögling ein Nero sein?

    Arthur Schopenhauer

  12. Aber, wenn er dies erfuhr, ging's ihm wider die Natur

    Wilhelm Busch

  13. Mit wem das Pferd nie durchgeht, der reitet einen hölzernen Gaul.

    Christian Friedrich Hebbel

  14. Ist der Wagen einmal umgekippt, so fehlt es nicht an Ratschlägen.

  15. Alle Klüfte, die zwischen Menschen entstehen können, kommen von der Unaufrichtigkeit zwischen ihnen

    Anton Wildgans

  16. Wer die Welt nicht leicht nimmt, dem macht sie Schwierigkeiten.

    Hafis

  17. Des Lebens große Stürme, wenn sie vorüber sind, so mögen sie dir scheinen, sie wären leichter Wind.

  18. Für den, der Schwierigkeiten zwar mit ungleichen Kräften, aber mutig begegnet, ist eine Situation selten wirklich aussichtslos.

    Marquis de Vauvenargues

  19. Gedanken sind zollfrei, aber man hat doch Scherereien.

    Karl Kraus

  20. Einem warf ich im Schiffbruch ein Brett zu. Vom Tode gerettet, sprach er: "Was kostet das Brett? Dankbar bezahl' ich das Holz!"

    Christian Friedrich Hebbel