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Sprüche über Schmerz

176 Sprüche — Seite 7

Wenn etwas im Menschen verletzt wird, tritt Schmerz in vielen Formen hervor. Er kann körperlich brennen, seelisch nachhallen oder still im Inneren arbeiten und gehört doch zu jenen Erfahrungen, die das Leben am direktesten berühren. Deshalb ist dieses Thema schwer, aber von tiefer Wahrhaftigkeit.

In ihm zeigt sich nicht nur Wunde, sondern oft auch die Grenze dessen, was ertragen werden kann. Schmerz verlangt Sprache, Mitgefühl und Zeit, weil er selten durch bloße Vernunft kleiner wird.

  1. Ruhig in der Freude und ruhig im Schmerz und im Kummer ist der wahrhafte Mensch

    Johannes Brahms

  2. Schläge von einem Freund sind wie das Essen von Rosinen

  3. Ein Frauenherz bricht eher, als es dem Geliebten ein Leid zufügt.

    Fanny Lewald

  4. Er muss zahlen. - Und von je tat ihm das doch gar so weh.

    Wilhelm Busch

  5. Schmerz und Freude liegt in einer Schale; ihre Mischung ist der Menschen Los.

    Johann Gottfried Seume

  6. Siehst du ein Glück vorübergehn, das nie sich wieder findet, ist's gut in einen Strom zu sehn, wo alles wogt und schwindet. Hinträumend wird Vergessenheit des Herzens Wunde schließen; die Seele sie …

    Nikolaus Lenau

  7. Deck' dein Kind mit Blüten zu! Was du ihm an Glück gegeben, wiegt vielleicht einmal in Ruh ihm den herbsten Schmerz im Leben.

    Victor Blüthgen

  8. Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh, und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird.

    George Bernard Shaw

  9. Geduld wird alle Schmerzen heilen.

    Publius Syrus

  10. Rechte Liebe geht von Herzen, rechte Liebe brennt so heiß. O wie wohl ist doch dem Menschen, der von keiner Lieb nichts weiß!

  11. Aufgelöst und gestillt wird durch Tränen der Schmerz.

    Ovid

  12. Der Schmerz ist ein heiliger Engel, durch ihn werden Menschen größer als durch aller Freuden.

    Adalbert Stifter

  13. Schrecklicher Gedanke, diese wundervolle Welt mit allen Schmerzen und Freuden einmal zu verlassen.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  14. Welche Schmerzen verursacht nicht die Trennung, welche Sehnsucht und Entbehrungen birgt nicht die Zukunft

    Fridtjof Nansen

  15. Die Schmerzen, die Sorgen, sind Gefährtinnen der Nacht, die Unruhe ist ihre Tochter, trotz aller Stille.

    Paul Keller

  16. Der Igel ist der Kaktus des Tierreichs.

    Ambrose Bierce

  17. Nur der verwandte Schmerz entlockt uns die Träne, und jeder weint eigentlich für sich selbst

    Christian Johann Heinrich Heine

  18. Wer ganz mit seinem Schmerz allein, der lernt den Schmerz genießen.

    August von Platen

  19. Das Leben ist weder ein Vergnügen noch ein Schmerz, sondern eine ernste Angelegenheit, mit welcher wir beauftragt sind und die wir zu unserer Ehre führen und vollenden müssen.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  20. Nichts schmerzt so sehr wie fehlgeschlagene Erwartungen, aber gewiss wird auch durch nichts ein zum Nachdenken fähiger Geist so lebhaft wie durch sie erweckt.

    Benjamin Franklin