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Sprüche über Schmerz

176 Sprüche — Seite 9

Wenn etwas im Menschen verletzt wird, tritt Schmerz in vielen Formen hervor. Er kann körperlich brennen, seelisch nachhallen oder still im Inneren arbeiten und gehört doch zu jenen Erfahrungen, die das Leben am direktesten berühren. Deshalb ist dieses Thema schwer, aber von tiefer Wahrhaftigkeit.

In ihm zeigt sich nicht nur Wunde, sondern oft auch die Grenze dessen, was ertragen werden kann. Schmerz verlangt Sprache, Mitgefühl und Zeit, weil er selten durch bloße Vernunft kleiner wird.

  1. Nur in der Bewegung, so schmerzlich sie sei, ist Leben.

    Jacob Christoph Burckhardt

  2. Bisweilen schmerzt mich anderer Leute Unglück mehr als das eigene

    Francesco Petrarca

  3. Keine Wunde ist in mir so vernarbt, dass ich sie ganz vergessen könnte

    Francesco Petrarca

  4. Ein jeder sieht, wie glücklich der ist, der dumm geboren und alles glaubt. Ehrgeiz stachelt ihn nicht, und Furcht lässt ihn ruhig, beide gewöhnlich der Same für Kummer und Schmerz.

    Nicolaus Machiavelli

  5. Die Schmerzen und Kämpfe einer Seele kann auch nur eine verwandte Seele empfinden.

    Wilhelmine von Hillern

  6. Es mag wohl hart sein, ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es verlor, – aber ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es freiwillig von sich gestoßen, das ist ein Schmerz der Reue, der am Leben nag …

    Wilhelmine von Hillern

  7. Wenn es nicht Tränen gäbe, würden die Rippen verbrennen

  8. Tränen haben etwas Heiliges. Sie sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Kraft. Sie sprechen beredter als zehntausend Zungen. Sie sind die Verkünder bedrückendsten Kummers, tiefer Reue und unaussp …

    Washington Irving

  9. Wer an sich glaubt mit starkem Herzen, besieget den Widerstand, und schafft sich Mut aus bittern Schmerzen, zu tun, was er für recht erkannt.

    Friedrich Julius Hammer

  10. Nachsicht gewährt der Tadel den Raben und peinigt die Tauben.

    Juvenal

  11. Alles fließt vorwärts, und wir treiben mit unseren Schmerzen auf dem Strom dahin, bis er mit uns die ewige Kaskade ins Jenseits hinunterstürzt.

    August Pauly

  12. Vor der zwingenden Macht einer menschheitserzieherischen Aufgabe, sind persönliche Schmerzen und Entbehrungen unbedeutend und nichtig.

    Theresa Keiter

  13. Seinen Schmerz offen gegen andere aussprechen, ist ein Beweis, dass derselbe nicht tief ist.

    Emil Palleske

  14. Der Preis jedes Glückes ist viel Schmerz

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  15. Ein großer Schmerz verlangt nichts, als sich selbst überlassen zu bleiben; das bestgemeinte Wort klingt da leicht wie eine leere Banalität.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  16. Vergib einer Liebe, die nicht wissen kann, warum sie etwas tat, und nötige sie nicht um des Warums, weil es deine Verletzung ist!

    Emily Elizabeth Dickinson