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Sprüche über Sprache

419 Sprüche — Seite 2

Kein anderes menschliches Werkzeug verbindet so unmittelbar Denken, Gefühl und Gemeinschaft wie die Sprache. Mit ihr wird getröstet, verletzt, erkannt, verschwiegen und erinnert, weshalb sie weit mehr ist als bloße Verständigung. Darum gehört dieses Thema zu den grundlegenden Kräften jeder Kultur und jeder Beziehung.

Ihre Schönheit zeigt sich nicht nur im treffenden Wort, sondern ebenso im bewussten Schweigen. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie Sprache Welten eröffnet, Missverständnisse schafft und dem Unsichtbaren eine Form geben kann.

  1. Zwecklos ist es, über Dinge, die geschehen sind, zu reden. Zwecklos ist es, bei Dingen, die im Laufen sind, zu mahnen. Zwecklos ist es, zu tadeln, was vergangen ist.

    Konfuzius

  2. Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat

    Konfuzius

  3. Dadurch, dass man über die Verkehrtheiten anderer spricht, macht man sich selbst nicht besser.

    Konfuzius

  4. In alten Zeiten gingen die Leute nicht so leichtfertig mit der Sprache um, denn sie hatten Skrupel, dass sie hinter ihren eigenen Worten zurückbleiben könnten.

    Konfuzius

  5. Es gibt Momente, wo ich finde, dass die Sprache noch gar nichts ist.

    Ludwig van Beethoven

  6. Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was er dir nicht offenbaren kann. Wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er dir …

    Khalil Gibran

  7. Jedes gütige Wort ist wie ein von einem Sonnenstrahl getroffener Tautropfen.

  8. Jedes überflüssige Wort wirkt seinem Zweck gerade entgegen.

    Arthur Schopenhauer

  9. Man verkürzt und erspart sich unzählige Auseinandersetzungen, wenn man von bestimmten Leuten annimmt, sie seien unfähig, vernünftig zu reden, und alles verwirft, was sie sagen, gesagt haben und sagen …

    Jean de la Bruyère

  10. Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin.

    Horaz

  11. Wenn Wörter ihre Bedeutung verlieren, verlieren Menschen ihre Freiheit.

    Konfuzius

  12. Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.

    Berthold Auerbach

  13. Das Wort ist wie ein Pfeil, der, einmal von der Sehne geschnellt, nicht zurückgehalten werden kann.

  14. Urteile von einem Menschen lieber von seinem Handeln als nach seinen Worten, denn viele handeln schlecht und sprechen vortrefflich.

    Matthias Claudius

  15. Niemand spricht in unserer Gegenwart so von uns wie in unserer Abwesenheit.

    Blaise Pascal

  16. Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel

  17. In der Sprache, in der man am schlechtesten spricht, kann man am wenigsten lügen

    Christian Friedrich Hebbel

  18. Ein Wort, das in ein Amt hineingeraten ist, bringen keine zehn Ochsen mehr heraus.

  19. Die Sprache ist der Frühling des Geistes.

    Peter Hille

  20. Worte und Zauber waren ursprünglich ein und dasselbe. Auch heute besitzt das Wort eine starke magische Kraft.

    Sigmund Freud