Sprüche über Strafe
66 Sprüche — Seite 3
Strafe soll Grenzen markieren und auf Regelbruch antworten. Doch ihr Sinn erschöpft sich nicht in Härte, sondern berührt immer auch die Frage, ob Gerechtigkeit, Abschreckung und menschliche Maßhaltung in ein vernünftiges Verhältnis gebracht werden können. Gerade deshalb bleibt das Thema gesellschaftlich und moralisch so heikel.
Was schlechte Richter sind, können wir an uns selbst lernen, wenn wir die Vergehen unserer Kinder strafen.
— August Pauly
Wer den Schaden hat, darf für den Spott nicht sorgen.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Wer noch einmal eine Waffe in die Hand nimmt, dem soll die Hand abfallen.
— Franz Josef Strauß
Kleinen Mörder schlägt man den Kopf ab, dem großen setzt man einen Lorbeerkranz auf
— Carl Philipp Gottfried von Clausewitz
Wer leichtlich glaubt, wird leicht betrogen.
— Georg Rollenhagen
Die Strafe, die züchtigt ohne zu verhüten, heißt Rache.
— Albert Camus
Affen und Pfaffen lassen sich nicht strafen.
Will unser Herrgott einen strafen, so läßt er ihn zuvor blind werden.
Wenn Gott ein Land strafen will, so nimmt er den Herren die Weisheit.
Was Gott spart in die Länge, das straft er mit Strenge.
Über des Gottlosen Haus streut Gott Schwefel aus.
Hühner, die daheim essen und anderswo legen, soll man am Bratspieß ziehen.
Den Krebs straft man nicht mit ersäufen.
Sieh dir nicht an, wie Diebe ihr Mahl verzehren, sondern wie sie ihre Strafe erleiden.
Wer vierzehn Tage verbummelt, muss drei Wochen hungern
Das Alter ist ein Tyrann, der bei Lebensstrafe alle Vergnügungen der Jugend verbietet.
— François de la Rochefoucauld
Durch Belohnung oder Strafe kann man Menschen zwingen, zu erklären oder zu beschwören, dass sie glauben, und zu handeln, als ob sie glaubten: Mehr kann man nicht erreichen.
— Jonathan Swift
Was Prügel sind, weiß jeder; was Liebe ist, hat noch niemand herausgefunden.
— Christian Johann Heinrich Heine
Es liegt im Wesen der Ordnung, dass dem freiwilligen Fehltritt die unvermeidliche Strafe folge
— Joseph Joubert
Jeder Mensch wird im Reiche einen Engel haben, der mit ihm herrscht, und in der Unterwelt einen Dämon, der ihn straft.
— Thomas von Aquin