Sprüche über Strafe
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Strafe soll Grenzen markieren und auf Regelbruch antworten. Doch ihr Sinn erschöpft sich nicht in Härte, sondern berührt immer auch die Frage, ob Gerechtigkeit, Abschreckung und menschliche Maßhaltung in ein vernünftiges Verhältnis gebracht werden können. Gerade deshalb bleibt das Thema gesellschaftlich und moralisch so heikel.
Auch der ehrlichste Mensch, wenn er alle seine Handlungen und Gedanken nach den Gesetzen genau untersucht, wird finden, dass er in seinem Leben wenigstens zehnmal den Galgen verdient hat.
— Michel de Montaigne
Gewalt fällt wahrhaftig auf den Gewalttätigen zurück, und der Ränkeschmied fällt in die Grube, die er andern gräbt.
— Sir Arthur Conan Doyle
Es muss Übertretungen geben, weil Richter da sind, und um Übertretungen zu schaffen, müssen wir Gesetze haben.
— Peter Hille
Wer nicht für seine Missetaten geradestehen muss, begreift nicht, wo Straftaten beginnen.
— Else Pannek
Dass jeder seine Strafe bekommt, ist ein erfrischender Gedanke. Ob Wünsche in Erfüllung gehen?
— Else Pannek
Der Krieg ist eine Plage, mit der Gott die Menschheit straft.
— Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu