Sprüche über Streit
173 Sprüche — Seite 9
Wo Erwartungen, Meinungen oder Verletzungen aufeinanderprallen, entsteht Streit. Er gehört zum menschlichen Zusammenleben dazu, weil Nähe und Unterschied nie völlig spannungsfrei bleiben. Deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern auch aufschlussreich für die Art, wie Menschen mit Widerspruch umgehen.
Entscheidend ist nicht allein, dass gestritten wird, sondern wie. Streit kann trennen oder klären, verhärten oder reinigen, je nachdem, ob Respekt und Maß erhalten bleiben oder von Ärger und Eitelkeit verdrängt werden.
Die Ehe ist ein Hafen im Sturm, öfters aber ein Sturm im Hafen.
— Jean Antoine Petit-Senn
Im Streit, da kommt mancher immer wieder auf das zurück, wovon er durchaus nicht sprechen wollte.
— Otto Weiss
Oft ist bei Konflikten der eine Teil formell im Recht, der andere bloß tatsächlich.
— Otto Weiss
Der Krieg fängt dann an, wenn die andere Seite sich verteidigt
— Carl Philipp Gottfried von Clausewitz
Wer noch einmal eine Waffe in die Hand nimmt, dem soll die Hand abfallen.
— Franz Josef Strauß
In der Politik gibt es nichts Dümmeres als alten Groll.
— Camillo Benso Graf von Cavour
Das schlimmste Glied, das Menschen tragen, ist die Zunge, hör' ich sagen.
— Bernhard Freidank
Man ist nicht eifersüchtig, wo man liebt, aber da, wo man geliebt sein will.
— Rahel Varnhagen von Ense
Es gibt in der Regel keinen Prozess, in dem nicht eine Frau den Streit verursacht hätte
— Juvenal
Die Begeisterungen der Dichter und Künstler sind von jeher der Welt ein großer Anstoss und Gegenstand des Streites gewesen.
— Wilhelm Heinrich Wackenroder
Des Menschen Feind, Bruder, ist der Mensch!
— Lewis Wallace
Unannehmlichkeiten von rohen Menschen sollte man abschütteln wie Schneeflocken. Höchstens darf eine leise auf uns vergehen und ein Tropfen Wasser werden, eine stille Träne.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch
Ein schlimmes Wort ist leicht zurückgegeben, aber nur schwer zurückgenommen.
— Georg Jacob F. P. H. Dechent