Sprüche über Trennung
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Wenn Nähe endet und Gewohntes auseinanderfällt, zeigt sich die Trennung in ihrer ganzen Bitterkeit. Sie betrifft nicht nur das Verlassen eines Menschen, sondern auch das Zerbrechen gemeinsamer Selbstverständlichkeiten und Zukunftsbilder. Deshalb gehört dieses Thema zu den schmerzhaftesten Erfahrungen zwischenmenschlicher Bindung.
Ihr Nachhall reicht oft weit über den eigentlichen Abschied hinaus. Trennung verändert Erinnerung, Blick und Selbstgefühl und macht sichtbar, wie tief Verbundenheit war, gerade weil ihr Ende so deutlich spürbar bleibt.
Man weiß, wen man verlässt, aber man weiß nicht, wen man findet
Ehen und Weine werden mit den Jahren sauer
— Victor-Marie Hugo
Diejenigen, die gehen, fühlen nicht den Schmerz des Abschieds. Der Zurückbleibende leidet.
— Henry Wadsworth Longfellow
Der Nachteil des Himmels besteht darin, dass man die gewohnte Gesellschaft vermissen wird
— Mark Twain
Es gibt zwei Arten von Abschieden: den einen erlebt man, den andern erleidet man.
Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut.
— Arthur Schnitzler
Laß mein Aug den Abschied sagen, den mein Mund nicht nehmen kann! Schwer, wie schwer ist er zu tragen, und ich bin doch sonst ein Mann.
— Johann Wolfgang von Goethe
In jeder Art von Liebe sollte auch immer ein wenig Trennung und Absonderung sein.
— Rabindranath Tagore
Gedanken und Wege trennen die Menschen.
Entfernung und lange Abwesenheit tun jeder Freundschaft Eintrag.
— Arthur Schopenhauer
In jeder großen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn; man muß sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wie rasch ist Abschied genommen, wie lange dauert es bis zum Wiedersehen!
Abschiedsworte müssen kurz sein wie eine Liebeserklärung.
— Theodor Fontane
Beim Wiedersehen nach einer Trennung fragen die Bekannten, was mit uns, die Freunde, was in uns vorgegangen ist.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Ehe ist vielfach nur der Kontrakt, auf dessen Bruch die Unterhaltspflicht als Konventionalstrafe steht.
— Karl Theodor Jaspers
Der Tod nahm uns einen geliebten Menschen, doch leben wir in der Zuversicht, dass bei Gott diese Trennung nicht endgültig ist.
Durch längeres Zusammenleben können wir einen Freund verlieren, durch Trennung nie.
— Wilhelm Müller
Sie sind nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Man ist unzufrieden, wenn jemand, dem man doch selber den Abschied gegeben hat, sich bald tröstet
— Otto Flake
Wer die Freundschaft aus dem Leben verbannt, entfernt die Sonne aus der Welt
— Marcus Tullius Cicero