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Sprüche über Trennung

112 Sprüche — Seite 6

Wenn Nähe endet und Gewohntes auseinanderfällt, zeigt sich die Trennung in ihrer ganzen Bitterkeit. Sie betrifft nicht nur das Verlassen eines Menschen, sondern auch das Zerbrechen gemeinsamer Selbstverständlichkeiten und Zukunftsbilder. Deshalb gehört dieses Thema zu den schmerzhaftesten Erfahrungen zwischenmenschlicher Bindung.

Ihr Nachhall reicht oft weit über den eigentlichen Abschied hinaus. Trennung verändert Erinnerung, Blick und Selbstgefühl und macht sichtbar, wie tief Verbundenheit war, gerade weil ihr Ende so deutlich spürbar bleibt.

  1. Ob Mann oder Frau: Immer werden Besitz und Person gemeinsam die ganze Persönlichkeit ausmachen. Werden sie aber getrennt, bleibt von beiden nichts.

    Gottfried von Strassburg

  2. Es gibt dumme Gedanken, die man nicht eher los wird, als bis man sie ausgeführt hat

    Otto Weiss

  3. Ein eigenes Unglück hat manches Mädchen: Sie wurde von ihrem Mann statt verlassen geheiratet.

    Otto Weiss

  4. Zu jeder Zeit und in jedem Lande findet, sobald ein Mann und eine Frau zusammen sind, eines von folgenden drei Dingen statt: entweder sie kehren einander den Rücken, oder sie gähnen innerlich, oder si …

    Hippolyte Taine

  5. Verachten, wo man geliebt hat, tief und innig geliebt hat! – Gott sei gnädig und bewahre jedes Menschenherz vor solchem Jammer!

    Sophie Alberti

  6. Der Mensch, der die Gewalt besaß, uns glauben und lieben zu machen, bleibt zutiefst in uns der königliche Mensch, auch noch als späterer Gegner.

    Lou Andreas-Salomé

  7. Tränen kann man trocknen, aber das Herz – niemals.

    Margarete von Valois

  8. Was wir so oft »Liebe« nennen, ist doch nichts weiter als ein kurzer Sinnenrausch. Ist er in seiner Sonderheit verflüchtigt, so tritt größtenteils herbe Unbefriedigung und nicht selten Trennung ein.

    Heinrich Martin

  9. Erst dann verlieren sich zwei Menschen, wenn sie nicht mehr dem gemeinsamen Ideal Treue halten. Treue zum Ideal – das einigt!

    Friedrich Lienhard

  10. Wenn eine Frau ihren Mann noch so sehr hasst, ihren Platz räumt sie doch freiwillig keiner anderen

    Karl von Perfall

  11. Trennen ist ein Sterben, Schlägt die Welt in Scherben.

    Max Dauthendey

  12. Wenn sich zwischen zwei Menschen beim Zusammenleben kein gedeihliches Verhältnis entwickelt, so sind stets beide Teile und nicht bloß einer daran schuld.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer