Sprüche über Trennung
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Wenn Nähe endet und Gewohntes auseinanderfällt, zeigt sich die Trennung in ihrer ganzen Bitterkeit. Sie betrifft nicht nur das Verlassen eines Menschen, sondern auch das Zerbrechen gemeinsamer Selbstverständlichkeiten und Zukunftsbilder. Deshalb gehört dieses Thema zu den schmerzhaftesten Erfahrungen zwischenmenschlicher Bindung.
Ihr Nachhall reicht oft weit über den eigentlichen Abschied hinaus. Trennung verändert Erinnerung, Blick und Selbstgefühl und macht sichtbar, wie tief Verbundenheit war, gerade weil ihr Ende so deutlich spürbar bleibt.
Wähle einen Freund langsam, wechsle ihn noch langsamer.
— Benjamin Franklin
Geld ist eine Wohltat, die wir genießen, indem wir uns von ihr trennen.
— Ambrose Bierce
Die Erinnerung steht immer dem Herzen zu Diensten.
— Antoine de Rivarol
Oft ist das Wiedersehen erst die Trennung
— Christian Friedrich Hebbel
Es gibt nur ein Problem, das schwieriger ist als Freunde zu gewinnen: sie wieder los zu werden
— Mark Twain
Die wahre Heimat ist eigentlich die Sprache. Sie bestimmt die Sehnsucht danach, und die Entfremdung vom Heimischen geht immer durch die Sprache am schnellsten und leichtesten, wenn auch am leisest …
— Wilhelm von Humboldt
So schnell du dein Baby an die Flasche gewöhnst, so schnell wird dieses Kind dich verlassen.
Wissenschaftliches Denken erfordert immer einen weiten Abstand und eine scharfe Trennung des denkenden Subjekts von dem gedachten Objekt.
— Max Planck
Für Frauen ist die Scheidung oft eine Straße, die in die Freiheit führt. Für Männer ist sie eher ein goldenes Schiff, das mit vollen Segeln in Richtung Freiheit fährt.
— Baruch de Spinoza
Welche Schmerzen verursacht nicht die Trennung, welche Sehnsucht und Entbehrungen birgt nicht die Zukunft
— Fridtjof Nansen
Der Abwesende bewegt sich jeden Tag weiter und weiter fort.
So ist eben das Leben seit jeher, alles gehört dazu: Leid und Trennung und Sehnsucht. Man muss es immer mit allem nehmen und alles gut und schön finden.
— Rosa Luxemburg
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne, du bist mir nah! Die Sonne sinkt, bald leuchten mit die Sterne. Oh, wärst du da!
— Johann Wolfgang von Goethe
Wir lernten uns vor langem kennen. Zwar will ich es nicht Zufall nennen. Doch muss ich ehrlich eingestehn, die Zeit mit dir war schön.
Um neue Freunde zu erhalten, brich als erstes mit den alten
— Joachim Ringelnatz
Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter. Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.
— Joseph Victor von Scheffel
Auch wenn man seine Frau nicht liebte, glaubt man, bei der Scheidung ein kleines Vermögen verloren zu haben.
Im Augenblick des Zusammenkommens beginnt die Trennung.
Die Heimat ist, wo man dich gerne erscheinen, ungern wandern sieht.
— Friedrich Emil Rittershaus
Man verscheucht mit Rauch die Fliegen, mit Verdrießlichkeit wohl den Mann
— Adelbert von Chamisso