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Sprüche über Verbrechen

114 Sprüche — Seite 5

Wo Unrecht nicht aus Versehen, sondern wissentlich und gegen besseres Wissen geschieht, nähert man sich dem Verbrechen. Es betrifft nicht nur die Tat selbst, sondern auch das Verhältnis eines Menschen zu Wahrheit, Schuld und Verantwortung. Deshalb ist dieses Thema für Gewissen, Recht und Gesellschaft von besonderer Schwere.

Sein Ernst liegt darin, dass Verbrechen die Grenzen des Erlaubten nicht nur überschreitet, sondern gezielt verletzt. Es macht sichtbar, wie gefährlich Macht, Lüge oder Gleichgültigkeit werden, wenn sie sich von jeder inneren Bindung lösen.

  1. Die Geschichte ist meistens die Schande des Menschengeschlechts.

    Johann Gottfried Seume

  2. Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.

    Wilhelm Busch

  3. Sieh dir nicht an, wie Diebe ihr Mahl verzehren, sondern wie sie ihre Strafe erleiden.

  4. Ein guter Mensch erringt einen Sieg und belässt es dabei. Er geht nicht zu Gewalttaten über.

    Laotse

  5. Alle Robbenjagd ist eine gemeine, erbarmungslose Schlächterei, bei welcher sich Rohheit und Gefühllosigkeit verbinden.

    Alfred Edmund Brehm

  6. Der Künstler soll seine Kunst rein halten wie der Geistliche seine Kirche, der Lehrer seine Schule, sonst begeht auch er "ein Verbrechen im Amt".

    Paul Keller

  7. Wenn die Reichen die Armen ihrer Rechte berauben, so wird das ein Beispiel für die Armen, die Reichen ihres Eigentums zu berauben.

    Thomas Paine

  8. Eine ungerechte Tat, mit guter Absicht und aus Unwissenheit des Bösen begangen, bleibt immer ein Verbrechen, wenngleich die Schuld des Täters wegfällt und wir nur die Beschränktheit seiner Einsicht be …

    Johann Georg Adam Forster

  9. Krieg verkleinert die Probleme, die ihn angeblich verursachten. Kriegsfolgen lassen sie vergessen.

    Else Pannek

  10. Wer nicht für seine Missetaten geradestehen muss, begreift nicht, wo Straftaten beginnen.

    Else Pannek

  11. Der Krieg ist eine Plage, mit der Gott die Menschheit straft.

    Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

  12. Wer lüget, wer verleumdet, ist ärger als ein Dieb.

    Friedrich von Hagedorn

  13. Nicht darin besteht die objektive Gerechtigkeit, dass der Gute, sondern dass das Gute gedeihe, nicht darin, dass der Böse, sondern dass das Böse scheitere.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  14. Es gibt nur drei Methoden, um leben zu können: betteln, stehlen oder etwas leisten.

    Honoré Gabriel Victor de Riqueti

  15. Jede erfolgreiche Gewalttat ist allermindestens ein Skandal, das heißt, ein böses Beispiel.

    Jacob Christoph Burckhardt

  16. Wenn man ihre Heiligenlegenden liest, findet man die Namen von tausend heilig gesprochenen Verbrechern.

    Claude-Adrien Helvetius

  17. Nichts ist verschlossen genug, nichts zu hoch, nichts zu dunkel für Diebe und Räuber.

    Francesco Petrarca

  18. Die Laster tragen Masken, und schreckliche Ungeheuer verbergen sich in schönen Fellen.

    Francesco Petrarca

  19. Nichts gibt ein größeres Vergnügen, als den Betrüger zu betrügen.

    Karl Wilhelm Ramler

  20. Wer ein Ei stiehlt, stiehlt auch ein Kamel