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Sprüche über Verbrechen

114 Sprüche — Seite 3

Wo Unrecht nicht aus Versehen, sondern wissentlich und gegen besseres Wissen geschieht, nähert man sich dem Verbrechen. Es betrifft nicht nur die Tat selbst, sondern auch das Verhältnis eines Menschen zu Wahrheit, Schuld und Verantwortung. Deshalb ist dieses Thema für Gewissen, Recht und Gesellschaft von besonderer Schwere.

Sein Ernst liegt darin, dass Verbrechen die Grenzen des Erlaubten nicht nur überschreitet, sondern gezielt verletzt. Es macht sichtbar, wie gefährlich Macht, Lüge oder Gleichgültigkeit werden, wenn sie sich von jeder inneren Bindung lösen.

  1. Verbrecher werden immer von Verbrechern eingesperrt.

    Donatien A. F. Marquis de Sade

  2. Nur wenig ist anregender als die erste gelungene Missetat.

    Donatien A. F. Marquis de Sade

  3. Ein Mord aus Rache, ein Mord aus Hass ist kein Beweis für Kraft.

    John Knittel

  4. Mag auch das Böse sich noch so sehr vervielfachen, niemals vermag es das Gute ganz aufzuheben.

    Thomas von Aquin

  5. Den Schuldigen zu schonen, ist Grausamkeit gegen den Unschuldigen

    John Locke

  6. Einen Vaterlandsverräter entschuldigt weder die Willkür der Zeiten, noch die Gewohnheit, noch die Freiheit zu Verbrechen

    Francesco Petrarca

  7. Die meisten Menschen wären empört, würde man ihnen sagen, ihr Vater sei ein Gauner gewesen. Sie wären jedoch eher stolz, wenn sie erführen, dass ihr Urgroßvater ein Seeräuber war.

    Johann Peter Hebel

  8. Der Mensch, biologisch gesehen, ist das furchtbarste aller Raubtiere, und das einzige, das seine eigene Gattung anfällt.

    William James

  9. Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder

    Leonardo da Vinci

  10. Wer dem Weibe vertraut, der vertraut auch Dieben

    Hesiod

  11. Wenn man wenig stiehlt, kommt man ins Gefängnis. Wenn man viel stiehlt, macht man Karriere.

  12. Fabriken in Städten sind Verbrechen am Volke

    Carl Ludwig Schleich

  13. Der Schuldige flieht, auch wenn er nicht verfolgt wird.

    Annette von Droste-Hülshoff

  14. Furcht und Habgier sind die Ursachen der Grausamkeit.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  15. Das Irritierende an der Liebe ist, dass es sich um ein Verbrechen handelt, das einen Komplizen erfordert.

    Charles Baudelaire

  16. Liebe deckt alle Vergehen zu.

  17. Jeder Verbrecher sträubt sich, seine Verbrechen einzugestehen. So auch die Gesellschaft.

    Christian Friedrich Hebbel

  18. Brüder wir wünschen den Frieden. Alle roten Menschen wünschen Frieden. Aber wo die Weißen hinkommen, da gibt es keinen Frieden, außer im Inneren unserer Mutter Erde.

  19. In jener Stadt lebt man am besten, in der sich die Bürger, denen kein Unrecht zugestoßen ist, genauso wie die ungerecht behandelten Bewohner bemühen, einen Übeltäter zu bestrafen.

    Solon

  20. Das Schicksal ist: die Vollmacht des Tyrannen für seine Verbrechen, die Entschuldigung des Toren für sein Versagen.

    Ambrose Bierce