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Sprüche über Verbrechen

114 Sprüche — Seite 2

Wo Unrecht nicht aus Versehen, sondern wissentlich und gegen besseres Wissen geschieht, nähert man sich dem Verbrechen. Es betrifft nicht nur die Tat selbst, sondern auch das Verhältnis eines Menschen zu Wahrheit, Schuld und Verantwortung. Deshalb ist dieses Thema für Gewissen, Recht und Gesellschaft von besonderer Schwere.

Sein Ernst liegt darin, dass Verbrechen die Grenzen des Erlaubten nicht nur überschreitet, sondern gezielt verletzt. Es macht sichtbar, wie gefährlich Macht, Lüge oder Gleichgültigkeit werden, wenn sie sich von jeder inneren Bindung lösen.

  1. Je korrupter der Staat, desto mehr Gesetze braucht er.

    Tacitus

  2. Etwas muß er sein Eigen nennen, oder der Mensch wird morden und brennen.

    Friedrich von Schiller

  3. Die Mode ist ein ästhetisches Verbrechen, sie will nicht das Endgültig-Gute, das Endgültig-Schöne. Sie will immer nur etwas Neues

    Peter Altenberg

  4. Schafft den Gewinn ab, so wird es keine Diebe und Räuber mehr geben.

    Laotse

  5. Um manche Delikte zu begreifen, genügt es, die Opfer zu kennen.

    Oscar Wilde

  6. Die Geschichte ist nicht viel mehr als eine Aufzählung der Verbrechen, Narrheiten und Unglücksfällen der Menschheit.

    Edward Gibbon

  7. Die Gerechtigkeit wächst nicht auf einem mit Lastern gedüngten Boden.

    Romain Rolland

  8. Wenn Erziehung und Ermahnung irgend etwas fruchteten: Wie konnte dann Senecas Zögling ein Nero sein?

    Arthur Schopenhauer

  9. Was die Schelme nicht stehlen, das verderben die Narren.

    Annette von Droste-Hülshoff

  10. Der Mensch ist das Raubtier mit den Händen.

    Oswald Spengler

  11. Die erste und schlimmste aller Betrügereien ist der Selbstbetrug. Daneben wiegen alle anderen Sünden leicht.

    Philip James Bailey

  12. Was die Liebe so lästig macht, ist der Umstand, dass sie ein Verbrechen ist, das man nicht ohne Komplizen begehen kann.

    Charles Baudelaire

  13. Es ist besser in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein.

    Sophokles

  14. Wenn du die Geschichte eines großen Verbrechers liest, so danke immer, ehe du ihn verdammst, dem gütigen Himmel, der dich mit deinem ehrlichen Gesicht nicht an den Anfang einer solchen Reihe von Um …

    Georg Christoph Lichtenberg

  15. Einen Vaterlandsverräter entschuldigt weder die Willkür der Zeiten, noch die Gewohnheit, noch die Freiheit zu Verbrechen

    Francesco Petrarca

  16. Nur wenig ist anregender als die erste gelungene Missetat.

    Donatien A. F. Marquis de Sade

  17. Ein Mord aus Rache, ein Mord aus Hass ist kein Beweis für Kraft.

    John Knittel

  18. Zum Raube lächeln heißt, den Dieb bestehlen. Doch selbst beraubst du dich durch unnütz Quälen.

    William Shakespeare

  19. Mag auch das Böse sich noch so sehr vervielfachen, niemals vermag es das Gute ganz aufzuheben.

    Thomas von Aquin

  20. Wer die Opfer nicht schreien hören, nicht zucken sehen kann, dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist, gleichgültig ist, dass es schreit und zuckt - der hat wohl Nerven, aber - Herz hat er n …

    Bertha Freifrau von Suttner