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Sprüche über Vorschriften

119 Sprüche — Seite 3

Vorschriften ordnen Verhalten, schaffen Verlässlichkeit und sollen Grenzen setzen, wo Beliebigkeit Schaden anrichten könnte. Doch sobald Regeln sich vom Sinn lösen, wirken sie eng, starr oder ungerecht. Deshalb ist dieses Thema immer auch eine Frage nach Maß, Zweck und menschlicher Freiheit.

Ihr Wert liegt in Klarheit und Schutz, ihre Grenze in bloßer Erstarrung. Vorschriften sind hilfreich, wenn sie Leben ordnen, nicht wenn sie das Denken ersetzen oder Verantwortung hinter Paragraphen verschwinden lassen.

  1. Ungestraft bricht man nicht die Satzungen der gutbürgerlichen Gesellschaft.

    John Knittel

  2. Man sollte auch gute, ja ausgezeichnete Bücher verbieten, bloß damit sie mehr gelesen und beachtet werden

    Albert Camus

  3. Das Gesetz macht alle auf erhabene Weise gleich: Es verbietet allen Menschen unter Brücken zu schlafen und Brot zu stehlen - den Armen ebenso wie den Reichen.

    Anatole France

  4. Verboten Wasser ist süßer als offen Wein

    Bernhard Freidank

  5. Es wäre wenig sinnvoll, die Strafen für Bigamie zu verschärfen. Ein Bigamist hat zwei Schwiegermütter, das ist Strafe genug.

    Winston Churchill

  6. Was sind Staaten anderes als große Räuberbanden, wenn es in ihnen keine Gerechtigkeit gibt.

    Augustinus

  7. Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden

    Kurt Tucholsky

  8. Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  9. Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierunge …

    Marcus Tullius Cicero

  10. Bei schlechten Beamten helfen selbst die besten Gesetze nichts.

    Otto von Bismarck

  11. Das Gesetz der Geschichte lautet: Steh auf, damit ich mich setzen kann. -

    Charles de Talleyrand

  12. Übertretungen kommen nur von den Geboten, Hühneraugen von zu engen Schuhen.

    Peter Hille

  13. Wenn der Staat missglückte Eheversuche mit Gewalt zusammenhalten will, so hindert er dadurch die Möglichkeit der Ehe selbst, die durch neue, vielleicht glücklichere Versuche befördert werden könnte.

    Friedrich von Schlegel

  14. Ein gewisser Grad von Freiheit findet sich in jeder Staatsverfassung: der höchste Grad in keiner.

    Friedrich von Gentz

  15. Es bedarf des demokratischen Regiments, damit die Armen eine Zuflucht und die Reichen einen Zügel haben.

    Thukydides

  16. Schweigen können zeugt von Kraft, Schweigen wollen von Nachsicht, Schweigen müssen vom Geist der Zeit

    Karl Julius Weber

  17. Immer allein leben: eine kostbare Regel, die ich mich bemühen will einzuhalten.

    Leo Tolstoi

  18. Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit.

    Jean-Jacques Rousseau

  19. Mit bloßen Listen und Kniffen, mit purer Gewalt, mit bloßem Geld und schlauen Praktiken wird die Welt doch nun einmal nicht einzig und allein regiert.

    Adolph Kolping

  20. Es gibt ein allgemein gültiges Gesetz, das Entstehen und Vergehen befiehlt.

    Publius Syrus