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Sprüche über Wünsche

423 Sprüche — Seite 4

Wünsche geben dem Inneren eine Richtung und verraten oft mehr über einen Menschen als seine fertigen Entscheidungen. In ihnen zeigen sich Mangel und Sehnsucht, Hoffnung und Vorstellungskraft, aber auch jene Unruhe, die das Erreichte nie ganz genügen lässt. Darum ist dieses Thema von zarter und zugleich aufwühlender Tiefe.

Nicht jeder Wunsch will erfüllt werden, manche leben gerade aus ihrer Ferne. Die Sprüche zu diesem Thema fassen das Verlangen nach Nähe, Sinn, Glück oder Veränderung in Worte und machen sichtbar, wie sehr Wünsche das Leben antreiben und zugleich verletzlich machen können.

  1. Das will ich tun, es ist des Vaters Wille.

  2. Je mehr du besitzen willst, desto weniger hast du.

    — Else Pannek

  3. Man soll nämlich über die letzte Sprosse der Leiter wohl hinausschauen, aber nicht auf ihr stehen wollen.

    — Friedrich Nietzsche

  4. Prahl nicht heute: Morgen will dieses oder jenes ich tun. Schweige doch bis morgen, sage dann: Dies tat ich nun!

    — Friedrich Rückert

  5. Allein die Schule des Lebens muss lehren, nur das Erreichbare zu wollen, und das Gute nicht deswegen zu verschmähen, weil noch etwas Besseres denkbar ist.

    — Carl Friedrich Gauß

  6. Große Geister haben Ziele, andere haben Wünsche

    — Washington Irving

  7. Jede bessere Zukunft, welche man der Menschheit anwünscht, ist notwendigerweise auch in manchem Betracht eine schlechtere Zukunft.

    — Friedrich Nietzsche

  8. Die meisten Menschen machen sich selbst bloß durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden.

    — Wilhelm von Humboldt

  9. Unser Verlangen nach Lust verknüpft uns der Gegenwart. Die Sorge um unser Heil macht uns von der Zukunft abhängig.

    — Charles Baudelaire

  10. Je mehr nun aber einem die Furcht in Ruhe lässt, desto mehr beunruhigen ihn die Wünsche, die Begierden und Ansprüche

    — Arthur Schopenhauer

  11. Die Träume - sie erschaffen nicht die Wünsche, sie wecken die vorhandenen.

    — Franz Grillparzer

  12. Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an als das, was er besitzt.

    — Gottfried Keller

  13. Ein selbstbewußter Mensch kennt und bekennt sich zu seinen Wünschen.

    — Nikolaus B. Enkelmann

  14. Die Träumenden und die Wünschenden halten den feineren Stoff des Lebens in den Händen.

    — Franz Kafka

  15. Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu schmieden.

    — Konfuzius

  16. Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.

    — Arthur Schopenhauer

  17. Drei Engel mögen Dich begleiten durch Deine ganze Lebenszeit, und die drei Engel, die ich meine, sind Liebe, Glück, Zufriedenheit.

  18. Ein Augenblick der Seelenruhe ist besser, als was du erstreben magst.

  19. Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.

    — Theodor Fontane

  20. Um nicht sehr unglücklich zu werden, ist das sicherste Mittel, dass man nicht verlange, sehr glücklich zu sein.

    — Arthur Schopenhauer