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Wie viele Male schaut der Wille durch's Fenster

Spruchbild: Wie viele Male schaut der Wille durch's Fenster, ehe die Tat durch's Tor geht.

Wie viele Male schaut der Wille durch's Fenster, ehe die Tat durch's Tor geht.

Bedeutung

Erasmus beschreibt den Abstand zwischen Wollen und Handeln mit einem anschaulichen Hausbild. Der Wille schaut viele Male durchs Fenster, bevor die Tat durch das Tor geht. Fenster steht für Zögern, Beobachten und inneres Erwägen; das Tor für den Schritt nach draußen. Der Spruch erkennt an, dass Entschlüsse reifen müssen. Zwischen Wunsch und Umsetzung liegt oft eine lange Phase der Annäherung, Prüfung und Selbstüberwindung vor dem sichtbaren Schritt.

Verwendung

Das Zitat passt zu Neuanfängen, Entscheidungsprozessen, Bewerbungen, Umzügen oder kreativen Projekten. Es eignet sich, wenn jemand schon lange über einen Schritt nachdenkt und nun verstehen soll, dass Zögern Teil des Weges sein kann, aber nicht das Ende bleiben muss.

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Über Erasmus von Rotterdam

Über den Autor

1469 - 1536

Erasmus von Rotterdam (1469–1536) war ein niederländischer Theologe, Philosoph und Philologe, der als „Fürst der Humanisten" 444 Bücher und Schriften herausgab.

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Als Universalgelehrter vereinte er die Rollen des Priesters, Autors und Kirchenreformers in einer Person. Sein kritisches Denken machte ihn zu einem der einflussreichsten Köpfe der Renaissance. Er starb 1536 in Basel, weit entfernt von seiner Geburtsstadt Rotterdam.

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