
Wer sich an die Kirche lehnt, dem fällt leicht ein Götze auf den Kopf.
Bedeutung
Das Sprichwort warnt vor blinder Anlehnung an Institutionen. Wer sich zu sehr auf die Kirche stützt, kann gerade dort von einem Götzen getroffen werden, also von falscher Verehrung, Machtmissbrauch oder erstarrten Bildern des Glaubens. Die Aussage kritisiert nicht Glauben an sich, sondern Abhängigkeit von religiöser Autorität. Wegen der scharfen Bildlichkeit gegen die Kirche kann sie jedoch verletzend wirken und sollte als religionskritisches Sprichwort historisch und sprachlich sorgfältig eingeordnet werden können.
Verwendung
Allenfalls passend für kritisch kommentierte Texte über religiöse Institutionen, Autorität, Reform oder Kirchenkritik. Für allgemeine Glaubensseiten, Trosttexte oder neutrale Spruchsammlungen ist die Zuspitzung ungeeignet, weil sie leicht pauschal gegen Kirche gelesen wird. Redaktioneller Hinweis: Nur mit klarer Einordnung verwenden und nicht als Angriff auf Gläubige ausspielen.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 5.00 von 5 (2 Stimmen)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.97 von 5

Ähnliche Sprüche
Ein Freund versteht deine Vergangenheit, glaubt an deine Zukunft und akzeptiert dich heute, so wie du bist.
Das, was größer ist als wir, lehrt alle Lebewesen, was sie tun sollen. Wir sind wie die Blumen. Wir leben und wir sterbe …
Wir neigen dazu, Unbekannten zu glauben, weil sie uns noch nie betrogen haben.
— Samuel Johnson
Mancher, der sich vor dem Gerichte Gottes zu sehr gefürchtet hat, wird sich in der Ewigkeit ein klein wenig schämen mü …
— Johann Albrecht Bengel
Obwohl man es kaum glauben mag, es dauert auch der schlimmste Tag nicht mehr als vierundzwanzig Stunden, dann ist er …