
Wer eine Not erblickt und wartet, bis er um Hilfe gebeten wird, ist ebenso schlecht, als ob er sie verweigert hätte
Bedeutung
Dante Alighieri richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen hilfe und leid. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie keine lange Erklaerung braucht, sondern einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Probleme, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Dante Alighieri
Über den Autor
Philosoph · 1265 - 1321
Dante Alighieri (1265–1321) schrieb mit der Göttlichen Komödie das erste große europäische Literaturwerk auf Toskanisch statt auf Latein.
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Geboren in Florenz, starb Dante 1321 im Exil in Ravenna. Mit der Göttlichen Komödie – einem Epos über Hölle, Fegefeuer und Paradies – erhob er die toskanische Volkssprache zur vollwertigen Literatursprache und legte damit den Grundstein für das moderne Italienisch.

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