
Besitzest Du wirklich etwas Gutes, so glaube von anderen Besseres, damit Du Demut bewahrst.
Bedeutung
Thomas à Kempis richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen bescheidenheit und besitz. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Zufriedenheit, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Thomas à Kempis
Über den Autor
Schriftsteller · 1379 - 1471
Thomas à Kempis (um 1380–1471) war Augustiner-Chorherr im Kloster Agnetenberg bei Zwolle und Mystiker, dessen Schriften der Devotio moderna entstammen.
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Geboren als Thomas Hemerken in Kempen, trat er der Kongregation von Windesheim bei – einer Gemeinschaft, die für ihre spirituelle Erneuerungsbewegung des späten Mittelalters stand. Sein bekanntestes Werk, „De Imitatione Christi", zählt zu den meistgelesenen christlichen Büchern überhaupt und wurde in zahllose Sprachen übersetzt.

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