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Es gibt kein Geschäft

Spruchbild: Es gibt kein Geschäft,  das so gemein wäre,  dass nicht sofort ein anderer es macht,  wenn …

Es gibt kein Geschäft, das so gemein wäre, dass nicht sofort ein anderer es macht, wenn man darauf verzichtet.

Bedeutung

Brecht formuliert eine zynische Beobachtung über moralisch fragwürdige Geschäfte. Selbst wenn jemand auf ein gemeines Geschäft verzichtet, findet sich sofort ein anderer, der es übernimmt. Der Satz entlastet nicht, sondern zeigt die Härte eines Systems, in dem Skrupel einzelner wenig ändern, solange Nachfrage und Gewinn bestehen. Seine Bitterkeit liegt darin, dass moralischer Verzicht richtig sein kann und doch die Welt nicht automatisch reinigt oder bessert.

Verwendung

Geeignet für politische Bildung, Wirtschaftsethik, Brecht-Sammlungen oder Texte über Verantwortung in problematischen Märkten. Der Spruch passt, wenn individuelle Moral und strukturelle Zwänge diskutiert werden sollen. Wegen des zynischen Tons und der Nähe zu fragwürdigen Geschäften sollte er nicht automatisch als allgemeine Lebensweisheit ausgespielt werden.

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Über Bertolt Brecht

Über den Autor

Dramatiker · Deutsch · 1898 - 1956

Bertolt Brecht (1898–1956) war ein deutscher Dramatiker, der mit Stücken wie der Dreigroschenoper und Mutter Courage das epische Theater begründete.

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Brecht erneuerte mit seinem ersten Gedichtband Hauspostille die Balladendichtung durch Bänkelsang und Couplet. Im Exil entstand sein Gedichtband Svendborger Gedichte, in dem er das Kinderlied für das Volkslied erschloss. Neben Drama und Lyrik erlangte er mit Kurzprosa wie den Geschichten vom Herrn Keuner und Der Augsburger Kreidekreis breite Anerkennung.

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