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Sprüche über Angst

409 Sprüche — Seite 10

Kaum ein Gefühl greift tiefer in das Leben ein als die Angst. Sie warnt, lähmt, schützt und verzerrt zugleich den Blick, weil sie nicht nur vor wirklicher Gefahr entsteht, sondern ebenso aus Vorstellung, Verlust und Unsicherheit erwachsen kann. Deshalb ist dieses Thema so elementar und so menschlich.

Wer ihr begegnet, steht oft vor der Wahl zwischen Rückzug und innerem Wachsen. Die Sprüche zu diesem Thema geben der Angst eine klare Sprache und zeigen, dass Mut nicht ihre Abwesenheit bedeutet, sondern den Weg durch sie hindurch.

  1. Dem Blöden fährt bei jedem sinnvollen Wort der Schrecken in die Glieder.

    Heraklit von Ephesos

  2. Niemand beging einen größeren Fehler als jener, der nichts tat, weil er nur wenig tun konnte.

    Edmund Burke

  3. Furcht, Sehnsucht, Hoffnung drängen uns in die Zukunft.

    Michel de Montaigne

  4. Wer ohne Angst die Stürme des Lebens meistern will, braucht einen sicheren Anlegeplatz

  5. Es ehrt unsere Zeit, dass sie genügend Mut aufbringt, Angst vor dem Krieg zu haben.

    Albert Camus

  6. Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen. Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern, was ich brauche. Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

    Antoine de Saint-Exupéry

  7. Die Menschen fürchten den Tod, wie Kinder sich fürchten, im Dunkeln zu gehen

    Francis Bacon

  8. Mancher will fliegen, ehe er Federn hat

  9. Dem Furchtbaren furchtlos begegnet, so schwindet es von selbst.

  10. Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance.

    Victor-Marie Hugo

  11. Der Schuldige flieht, auch wenn er nicht verfolgt wird.

    Annette von Droste-Hülshoff

  12. Rechtzeitige und vorsorgliche Angst ist die Mutter der Sicherheit

    Edmund Burke

  13. Mancher droht, der selber zittert.

  14. In einem wankenden Schiff fällt um, wer stillesteht, nicht wer sich bewegt.

    Ludwig Börne

  15. Verzweiflung ist nicht nur der Gipfel unseres Unglücks, sondern auch unserer Schwäche

    Marquis de Vauvenargues

  16. Furcht und Habgier sind die Ursachen der Grausamkeit.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  17. Fürchte nicht, daß der Körper, sondern, daß die Seele altert.

  18. Die Liebe ist ein Kind der Ewigkeit. Sie verwischt die Erinnerung an den Anfang und nimmt die Angst vor dem Ende.

    Germaine Madame de Stael

  19. Furcht ist hohl im Mittelpunkt, und ringsherum ist nichts.

  20. Durch ein Unterlassen kann man genauso schuldig werden wie durch Handeln.

    Konrad Adenauer