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Sprüche über Angst

427 Sprüche — Seite 16

Kaum ein Gefühl greift tiefer in das Leben ein als die Angst. Sie warnt, lähmt, schützt und verzerrt zugleich den Blick, weil sie nicht nur vor wirklicher Gefahr entsteht, sondern ebenso aus Vorstellung, Verlust und Unsicherheit erwachsen kann. Deshalb ist dieses Thema so elementar und so menschlich.

Wer ihr begegnet, steht oft vor der Wahl zwischen Rückzug und innerem Wachsen. Die Sprüche zu diesem Thema geben der Angst eine klare Sprache und zeigen, dass Mut nicht ihre Abwesenheit bedeutet, sondern den Weg durch sie hindurch.

  1. Als Soldat fürchte dich nicht vor dem Tod, als Bauer fürchte dich nicht vor dem Dung.

  2. Man kann nicht ohne Furcht sein, wenn man furchterregend aussieht.

    Epikur

  3. Die Liebe gleicht den epidemischen Krankheiten. Je mehr man sie fürchtet, desto eher wird man von ihr befallen.

    Nicolas Chamfort

  4. Nicht jede Wolke erzeugt ein Gewitter.

    William Shakespeare

  5. Vorsicht ist das, was wir bei anderen Feigheit nennen.

    Oscar Wilde

  6. Glück und Freude ein Leben lang; sei immer heiter und niemals bang!

  7. Rufe nicht Hase! er liege denn im Garne.

  8. Begoßne Hunde fürchten das Wasser.

  9. Auch wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt der Hintern zu sehn

  10. Wer berufen ist, hat Angst, wenn seine Stunde schlägt; denn er weiß, welches Opfer sie von ihm verlangt: Das Opfer seiner Person um seiner Sache willen

    Hermann Bahr

  11. Der Gehorsam heuchelt Unterordnung, so wie die Angst vor der Polizei Anständigkeit heuchelt

    George Bernard Shaw

  12. Furcht macht verächtlich, und Verachtung ist gefahrvoller als Hass.

    Johann Jakob Engel

  13. Angst mahnt zur Vorsicht. Vorsichtige leben länger.

    Wilhelm Hasenclever

  14. Angst ist lebenswichtig, denn sie mahnt zur Vorsicht; Vorsicht aber ist ein Zeichen von Klugheit.

    Wilhelm Hasenclever

  15. Der, welcher Zweifel und Angst besiegt hat, hat auch den Fehlschlag besiegt.

    James Allen

  16. Meide Menschen, die mutlos und abhängig sind und mit ihrer ewigen Erwartung des Unglücks Unglück herbeiziehen.

    Prentice Mulford

  17. Gebrannte Kinder fürchten das Feuer oder vernarren sich darein.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  18. Fürchtet einer das Feuer, so riecht er allenthalben Rauch.

    Jeremias Gotthelf

  19. Wer nein sagen will, soll sich kein Ja abringen lassen

  20. In Ängsten findet manches statt, was sonst nicht stattgefunden hat.

    Wilhelm Busch